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Kultur Liebesdrama „Titanic“ in 3-D gestartet
Nachrichten Kultur Liebesdrama „Titanic“ in 3-D gestartet
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19:41 06.04.2012
Foto: James Camerons „Titanic“ ist erneut im Kino gestartet.
James Camerons „Titanic“ ist erneut im Kino gestartet. Quelle: 20th Century Fox
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Berlin

Vieles deutete auf ein größenwahnsinniges Unterfangen hin, das nur sehr viel Geld verschlingen und dann desaströs scheitern würde: James Camerons Film „Titanic“ kostete mit rekordverdächtigen 200 Millionen Dollar einst mehr als das gesunkene Schiff. Seine Entstehung dauerte mehrere Jahre. Und dann entschied sich Cameron auch noch, die Hauptrollen mit zwei eher unbekannten Schauspielern zu besetzen. Doch es kam alles anders: „Titanic“ brach alle Zuschauerrekorde, avancierte zum erfolgreichsten Film aller Zeiten, gewann elf Oscars und machte seine Helden Kate Winslet und Leonardo DiCaprio zu Superstars. Nun kommt „Titanic“ in einer überarbeiteten Version und in 3-D erneut in die Kinos.

Der Kanadier Cameron hatte schon mit Blockbustern wie den „Terminator“-Filmen Erfolge gefeiert, bevor er sich für das Schiffsuntergangs-Melodram entschied. In mühevoller Kleinarbeit ließ er das Originalwrack der Titanic unter Wasser mit Spezialkameras filmen und baute Teile des Schiffes nach. Hinzu kamen riesige Spezialtanks am Set, um die Wassermassen besser nachstellen zu können. Und dann feilte der heute 57-jährige Cameron so lange detailversessen an den Spezialeffekten, dass der Start verschoben werden musste. Kein Wunder, dass das Budget von ursprünglich geplanten 135 Millionen Dollar deutlich überschritten wurde.

Für die Medien war das alles ein gefundenes Fressen. Viele berichteten von den Dreharbeiten, von den Problemen und Strapazen, die es dabei gab. Der Film laufe Gefahr, Schiffbruch zu erleiden, unkten einige Kritiker damals. Sie sollten sich gewaltig irren: Die fiktive Liebesgeschichte um das junge Mädchen Rose und den ärmeren Jack, die sich an Bord des Luxusliners kurz vor dessen Untergang kennenlernen, spülte allein am Startwochenende in den USA Ende 1997 über 28 Millionen Dollar in die Kinokassen.

Laie, Filmfan oder Kenner? Testen Sie hier Ihr Kinowissen. Unter dem Foto eines Schauspielers steht ein Zitat, das dieser in einem seiner Filme gesagt hat. Aber in welchem? Die Auflösung finden Sie jeweils unter dem nächsten Bild.

Die Zuschauer litten mit Rose mit, die von ihrer Mutter in eine Heirat gedrängt werden sollte, ließen sich wie Rose von Jacks ungehobeltem Charme mitreißen, erlebten den Beginn einer großen Liebe und bangten nach der Kollision der „Titanic“ mit dem Eisberg um das Leben der beiden.

Der Film löste in den folgenden Wochen einen weltweiten Hype aus. Das über dreistündige Drama führte in vielen Ländern wochenlang die Kinocharts an und spielte etwa 1,8 Milliarden Euro Umsatz ein. Das war neuer Rekord und wurde erst 2010 von Camerons 3-D-Spektakel „Avatar“ übertrumpft. Es waren aber nicht nur diese Zahlen, die selbst viele Filmexperten staunen ließen: Unzählige Zuschauer weinten während des Dramas hemmungslos, Leonardo DiCaprio wurde quasi über Nacht zum Traum zahlreicher Frauen, und Männer sollen ihren Liebsten Heiratsanträge in ausverkauften Kinosälen gemacht haben.

Das ist nun gut 14 Jahre her – doch „Titanic“ steuert erneut auf die Kinos zu: Am 5. April, kurz vor dem Jahrestag des Schiffsuntergangs vor 100 Jahren, bringt Cameron sein Epos wieder auf die große Leinwand. „Den Film in 3-D umzuwandeln, ist ein Siebenjahresprojekt gewesen“, sagte er bei der Londoner Premiere. Es habe lange gedauert, die Filmstudios von der Idee einer Neuauflage der „Titanic“ in 3-D zu überzeugen. Als sie die ersten Ausschnitte gesehen hätten, seien sie aber begeistert gewesen.

Tatsächlich lassen erste Ausschnitte erahnen, wie atemberaubend allein das Sinken des Kreuzfahrtschiffes in 3-D wirkt. „Eine ganze Generation den Film noch nicht auf der großen Leinwand gesehen“, erklärte Cameron zuvor diesen Schritt. Mit der emotionalen Wucht von einst und den neuen, stärkeren Bildern werde das „eine epische Erfahrung“ für Fans und Neulinge sein. Wahrscheinlich wird er auch mit dieser Vision wieder recht haben.

Kinostart: 5. April

dpa

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