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Kultur „Made in Germany Zwei“ lässt Hannover leuchten
Nachrichten Kultur „Made in Germany Zwei“ lässt Hannover leuchten
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19:30 27.02.2012
Von Karl-Ludwig Baader
In froher Erwartung: Die Museumsdirektoren Veit Görner, Ulrich Krempel und René Zechlin (von links). Quelle: Martin Steiner
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Hannover

Ulrich Krempel, Veit Görner und René Zechlin würdigten im Kunstverein damit jene Sponsoren, mit deren finanzieller Unterstützung sich Hannover einer nationalen, ja, internationalen Öffentlichkeit wieder als gewichtiger „Kunststandort“ präsentieren kann. Diesmal wird – wieder parallel zur Kasseler Documenta – ab Mitte Mai erneut Kunst präsentiert, die von etwa 40 überwiegend jüngeren internationalen Künstlern in Deutschland produziert wurde.

Da sich die Bundeskulturstiftung, die beim ersten „Made in Germany“-Projekt 2007 im Boot war war, diesmal nicht beteiligen konnte, fand man mit der Stiftung Niedersachsen einen neuen Sponsor, der den Ausfall kompensierte. Zusammen mit Sparkassenstiftung, Sparkasse, VGH und Nord/LB konnte so mit 750 000 Euro wieder das nämliche Volumen wie das vorige Mal erreicht werden.

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Für die Stiftung Niedersachsen, so unterstrich ihr Generalsekretär Joachim Werren, war die Kooperation der drei Häuser eine wichtige Voraussetzung für das eigene Engagement. Dass „Made in Germany“ ursprünglich als Qualitätsausweis für deutsche Ingenieurskunst galt, hat, so Volker Seitz von VW Nutzfahrzeuge, auch dazu beigetragen, dass der Konzern fünf VW-Vans – und sich damit als „Mobilitätspartner“ – zur Verfügung stellt.

Dass hier außerkünstlerische Interessen nicht zu kurz kommen, wurde keineswegs verschämt eingestanden, sondern mit Stolz vermerkt. Von den 60 000 Besuchern, so Görner, seien ein Viertel aus dem Ausland gekommen, meist kunstinteressiertes Publikum, das den Besuch der Documenta zur Stippvisite genutzt habe.

Wie viel dies dem Tourismus gebracht hat, kann niemand so recht beziffern. Für das Image der Stadt war es auf jeden Fall hilfreich, wie Hans Christian Nolte, der Geschäftsführer der Hannover Marketing und Tourismus GmbH, am Beispiel des Presseechos zeigen konnte.

Jedenfalls wird die Gesellschaft für die Ausstellung bundesweit eine große Werbekampagne starten. Mehr als 200 Großflächenplakate sollen in deutschen Großstädten wie Berlin, Frankfurt oder München, weitere 500 in einem Umkreis von 150 Kilometern um Hannover auf „Made in Germany Zwei“ aufmerksam machen. Hinzu kommen noch Werbemaßnahmen in umliegenden europäischen Ländern, zudem werden Anzeigen in nord- und südamerikanischen Kunstzeitschriften geschaltet.

Besonders nehmen die Marketingspezialisten die Documenta-Besucher ins Visier. In den Kasseler Bahnhöfen werden Großflächenplakate Aufmerksamkeit für das Ausstellungsprojekt in der niedersächsischen Hauptstadt schaffen. Das Netzwerk sieht eben keinen Grund, sich neben der legendären Documenta kleinzumachen.

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