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Kultur Maybebop liefern selbst gebastelte Lieder zum Fest
Nachrichten Kultur Maybebop liefern selbst gebastelte Lieder zum Fest
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19:34 22.12.2011
Von Manuel Becker
Feiertag: Maybebop.
Feiertag: Maybebop. Quelle: Burkert
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Hannover

Am Ende sind sogar die Älteren aufgesprungen und hüpfen mit, und einige haben einen Arm gehoben, lassen ihn im Takt mitschwingen und rappen zur Hip-Hop-Version von „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ den Refrain mit. Wohlgemerkt: Es ist das Finale eines A-cappella-Konzerts. Die vier Sänger von Maybebop stehen auf der Bühne des Theaters am Aegi, das sie mittlerweile locker zweimal füllen. Für das Quartett ist es ein Heimspiel. Bariton Oliver Gies wohnt in Hannover, Bass Sebastian Schröder ist gebürtiger Hannoveraner.

Das Weihnachtskonzert der A-cappella-Band beginnt besinnlich. Die vier Sänger kommen jeder mit einer Kerze in den dunklen Saal, was manchem im Publikum ein leises „Ohhh“ entreißt, und liefern eine andächtige Version von „Es ist ein Ros entsprungen“. Es folgt ein Abend mit viel Charme und kleinen Überraschungen. Die vier singen ein Weihnachtsmedley mit allem, was gerade in den Charts ist, verteilen im Saal Noten und singen mit dem Publikum gemeinsam Peter Alexanders „Schnee fällt“, und bei „Happy Xmas (War Is Over)“ stehen mitten im Song plötzlich quer durch den Saal verteilt Menschen auf und stimmen mit ein – eine Art Weihnachtsflashmob, zu dem die Band auf ihrer Homepage aufgerufen hatte.

Ein Highlight und großartige Unterhaltung sind die beiden „selbst gebastelten Lieder“. Aus zugeworfenen Wörtern, bastelt die Band während des Singens Refrain und Strophen. Auch die Musikrichtung darf das Publikum wählen, sodass es erst einen Flamenco, dann ein Metal-Lied zu hören bekommt, in dem Oliver Gies zielgenaue Pointen liefert.

Im kommenden Jahr feiert Maybebop in der heutigen Besetzung zehnjähriges Jubiläum. Man hört ihnen die Erfahrung an. Gecoverten Liedern verleihen sie mit Originalität und perfekt harmonisierenden Stimmen neuen Glanz. Eigene Songs sind raffiniert getextet. Bei „De King Is Born Today“ wechselt das Quartett innerhalb von sieben Sekunden sechsmal die Tonart. Und das alles präzise und treffsicher bis zum letzten Ton.

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