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Kultur Mit Gas zum Spaß in Nora Tschirners neuem Film „Offroad“
Nachrichten Kultur Mit Gas zum Spaß in Nora Tschirners neuem Film „Offroad“
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06:34 13.01.2012
Foto: Wie soll’s weitergehen? Meike (Nora Tschirner) und Salim (Elyas M’Barek).
Wie soll’s weitergehen? Meike (Nora Tschirner) und Salim (Elyas M’Barek). Quelle: Paramount
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Hannover

Meike ist ein Mäuschen aus Geilenkirchen. Das liegt irgendwo ganz weit weg. Ein Ort, in dem alle brav, bieder und bürgerlich sind. Außer beim Schützenfest.

Freund Philip allerdings wird erst bei Meikes Freundin so richtig munter. Meike (Nora Tschirner) erwischt die beiden in flagranti und gibt Gas – ab nach Berlin, wo der Bär steppt. Denn in ihrem beim offenbar blinden Zoll ersteigerten Auto hat sie 50 Kilo Koks entdeckt.

Den will sie in der Szene verticken, zu der der Zugang allerdings schwerer ist als gedacht. Zumal die Eigentümer bereits auf ihrer Fährte sind: ein Trio aus einer Eventagentur kurz vor der Pleite, das nicht immer sehr helle, dafür aber hampelig ist. Was man aus einschlägigen Hollywoodklamotten ja kennt. Zum Glück gerät Salim (Elyas M’Barek), der sanfte Multikulti-Typ, an Meikes Seite.

In Elmar Fischers Roadmovie „Offroad“ faucht nicht gerade der Tiger im Tank, das Lustspiel stottert und stolpert etwas antriebslos vor sich hin. Der Regisseur versucht, Ironie mit Action und Gefühle mit womöglich parodistisch gemeinten Szenen zu mischen. Aber alles so zögerlich, dass auch Wischblenden, Bildteilungen, schnelle Schnitte und gesuchte Kameraperspektiven wenig bringen. Zumal die Dialoge meist witzlos alles erklären, was die Bilder sowieso zeigen.

Zu viel Koks unter der Haube: Antriebsschwache Komödie. Cinemaxx Raschplatz, Cinemaxx Nikolaistraße, CineStar.

Norbert Wehrstedt

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