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Kultur Raue Töne zu Akustik-Gitarren
Nachrichten Kultur Raue Töne zu Akustik-Gitarren
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00:22 10.11.2015
Viel Klamauk und gute Stimmung: die Monsters of Liedermaching im Musikzentrum. Quelle: Wallmüller
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Hannover

Die Menge grölt, Seifenblasen wabern durch die Luft, einige Zuschauer schwenken Wunderkerzen. Ein komisches Bild, aber an diesem Abend ist so einiges komisch: Im ausverkauften Musikzentrum sitzen die Monsters of Liedermaching auf der Bühne und machen dort jede Menge Quatsch.

Am Sonnabend spielten die Monsters of Liedermaching im ausverkauften Musikzentrum.

Ernst nehmen sie sich nicht. Und genau das ist ihr Erfolgsgeheimnis. Sie machen Faxen und ziehen Grimassen. Hin und wieder nippen sie an ihren Bierflaschen. Da sitzen sechs Kumpels mit derbem Humor auf der Bühne, klimpern auf ihren Gitarren, haben eine Menge Spaß und werden dafür auch noch bezahlt.

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Im Jahr 2003 fanden die Bandmitglieder auf einem Hamburger Festival zueinander. Sie bezeichnen sich als „Deutschlands erste Liedermacher-Band“ und das trifft es ziemlich gut. Neben der Band hat jeder verschiedene Soloprojekte. Und auch als Monsters of Liedermaching vereint stimmen die sechs abwechselnd ihre jeweils eigenen Lieder an, unterlegt vom schrabbeligen Klang von Akustikgitarren.

Im Musikzentrum gibt’s für die Fans eine ganze Menge neuer Songs, denn auf der aktuellen Clubtour nehmen die Monsters ihr neues Live-Album auf. Manche Töne an diesem Abend sind so schräg wie die Themen ihrer Songs. Oft erzählen die Monsters darin absurde Geschichten – immer auf sehr pointierte Art und Weise. Häufig gehen die Lieder dabei unter die Gürtellinie: Fäkalhumor ist an etlichen Stellen das gewählte Stilmittel der Band. Der Stimmung tut das aber keinen Abbruch. Im Gegenteil.

Das Publikum liebt sie dafür. Und die Monsters lieben das Publikum. Über drei Stunden lang sitzen sie auf der Bühne. Manche der neuen Lieder lesen sie von zerknitterten Zetteln ab. Zwischendurch quatschen sie eine Menge. Vieles davon wirkt spontan. Und das ist ein weiterer Grund, warum das Publikum grölt, lacht und in Bierpfützen tanzt. Dabei ist es egal, dass die Texte schrullig sind und nicht jeder Ton sitzt.

Von Sarah Franke

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