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Kultur Museen in Niedersachsen warten vergeblich auf Besucherrekord
Nachrichten Kultur Museen in Niedersachsen warten vergeblich auf Besucherrekord
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17:17 10.03.2014
Foto: Das Sprengel Museum Hannover zeigt derzeit sehenswerte Fotografien des Ukrainers Boris Mikhailov.
Das Sprengel Museum Hannover zeigt derzeit sehenswerte Fotografien des Ukrainers Boris Mikhailov. Quelle: dpa
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Hannover

Der lange Winter beschert nur manchen Museen in Niedersachsen und Bremen mehr Besucher. Die Kunsthalle Emden etwa zählte im ersten Quartal diesen Jahres 16.200 Besucher - 2012 waren es im selben Zeitraum nur 10.115 Kunstinteressierte. Generell sei schlechtes Wetter für die Emder Kunsthalle eher nachteilig, weil das Museum so abgelegen sei, erklärte Sprecherin Ilka Erdwiens. „Obwohl es eigentlich die Saure-Gurken-Zeit ist, sind diesen Winter aber mehr gekommen.“ Im Sprengel-Museum Hannover liegen die Besucherzahlen von Januar und Februar dagegen hinter denen aus dem Vorjahr. Das liege wohl an den Bauarbeiten am Museum, sagte eine Sprecherin. Viele glaubten fälschlicherweise, das Haus sei geschlossen.

Generell könne man Besuchszahlen aber nicht am Wetter festmachen. „Es liegt eher an den Ausstellungen. Wenn die Leute etwas interessiert, kommen sie - egal welches Wetter ist“, sagte Sprecherin Isabelle Schwarz. Im März, in dem drei Ausstellungen eröffnet wurden, zogen die Zahlen im Vergleich zu 2012 tatsächlich wieder an: 12.152 Menschen besuchten das Museum in diesem Monat (2012: 10.603).

Auch die Kunsthalle Bremen macht eher die Ausstellungen für die Besuchszahlen verantwortlich, als das Wetter - auch wenn man schon sagen könne, dass Leute bei strahlendem Sonnenschein lieber im Freien und bei heftigem Regen eher zuhause blieben, meinte Sprecherin Jasmin Mickein. Als Besuchermagneten hätten im Winter in der Kunsthalle sowohl dieses als auch vergangenes Jahr zwei Sonderausstellungen gewirkt: Zur Hundertwasser-Ausstellung seien 2013 153.000 Besucher gekommen, zur Munch-Schau im Jahr zuvor mit 140.000 etwas weniger.

Keine Ausläufer nach oben oder unten in Bezug auf den langen Winter stellt das Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld fest, das noch keine Zahlen nennen konnte. Das Museum sei eher auf Regen angewiesen - liege viel Schnee, seien die Harzer Touristen auf den Skipisten statt im Museum, erläuterte Museumsführer Andreas Ravens.

Im Braunschweiger Landesmuseum sieht man das Wetter als wichtigen Faktor. „Es ist generell so, dass schlechtes Wetter den Museen hilft“, sagte Sprecherin Silke Röhling. Weil am Museum umgebaut werde, sei diesen Winter eher mit weniger Besuchern zu rechnen. Genaue Zahlen gebe es noch nicht. Zum Osterwochenende hofft das Museum auf regen Zulauf - eben weil es weiter kalt bleiben soll. Bei der sogenannten Osterküken-Schau sind dann rund 60 frisch geschlüpfte Küken zu sehen.

dpa

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