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Kultur Die CD ist tot? Von wegen!
Nachrichten Kultur Die CD ist tot? Von wegen!
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18:34 18.12.2013
Florian Drücke, Geschäftsführer beim Bundesverband Musikindustrie und Geschäftsführer bei der Deutschen Phono-Akademie. Quelle: dpa
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Berlin

Für den Bundesverband Musikindustrie war 2013 kein Jahr zum Jammern: „Es gibt viel Optimismus in der Branche und eine große Offenheit, Neues auszuprobieren“, sagt der Geschäftsführer Florian Drücke im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Ein Trend bleibt das Streaming - das digitale Hören von Musik im Internet, ohne sie herunterzuladen.

Welche großen Trends gab es 2013?
Musik deutschsprachiger Künstler war auch in 2013 einer der maßgeblichen Trends, wobei neben Pop und Schlager vor allem im deutschsprachigen HipHop und Rap aktuell eine starke Dynamik zu beobachten ist. Eine große Nachfrage konnte aber auch die Klassik verbuchen. Hier haben vor allem das Wagner- und Verdi-Jahr deutliche Akzente gesetzt. Bei der Nutzung von Musik ist das Streaming in aller Munde. Mit den vielen Anbietern, die in diesem Jahr neu sind, erleben wir momentan eine Wachstumskurve im hohen zweistelligen Bereich.

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Was kommt 2014?
Erst einmal hoffen wir, das Jahr 2013 mit einer schwarzen Null, vielleicht sogar wieder mit einem kleinen Wachstum, abschließen zu können. Bereits zum Halbjahr konnten wir erstmals seit mehr als einer Dekade rückläufiger Ergebnisse wieder ein leichtes Plus vermelden, insofern sind unsere Hoffnungen nicht unbegründet. 2014 wird sicher das Streaming weiter von sich Reden machen. Mit der zunehmenden Marktabdeckung der Smartphones wird dabei vor allem auch die mobile Musiknutzung erneut zunehmen. Es gibt viel Optimismus in der Branche und eine große Offenheit, Neues auszuprobieren. Bei der aktuellen Dynamik im Markt wird der Blick in die Glaskugel aber schon auf kurzer Distanz sehr verschwommen.

Ist die CD tot?
Das Gegenteil ist der Fall: Die CD macht nach wie vor mehr als zwei Drittel der Musikumsätze in Deutschland aus und ist immer noch sehr gefragt. Das erleben wir vor allem im laufenden Weihnachtsgeschäft: Neben den Zuwächsen im digitalen Bereich schneiden vor allem die physischen Produkte erstaunlich gut ab. Während es kaum noch jemanden wundert, dass die Schallplatte immer weiter dreht, zeigt der Novembertrend auch bei den CDs und den DVDs ein stabiles Marktgeschehen. Wobei vor allem die hochwertigen Mehrfachboxen, die seit 2010 Wachstum verzeichnen, erneut um rund neun Prozent zulegen konnten.

Zur Person

Florian Drücke (38) ist Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie (Berlin). Der Verband vertritt nach eigenen Angaben 280 Labels und Unternehmen, die 90 Prozent des deutschen Musikmarktes repräsentieren.

dpa

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