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00:15 06.02.2014
Von Daniel Alexander Schacht
Foto: Auspacken, anpacken: Reinhard Spieler an seinem neuen Arbeitsplatz, Max Bills Skulptur daneben.
Auspacken, anpacken: Reinhard Spieler an seinem neuen Arbeitsplatz, Max Bills Skulptur daneben. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Ein Gespräch mit dem Museumsteam hat er an diesem Morgen schon hinter sich, ein Treffen mit Kulturdezernentin Marlis Drevermann liegt noch vor ihm. In der Zeit dazwischen beginnt Reinhard Spieler schon mal damit, seine neun Umzugskisten auszupacken. Und füllt so das Büro, das sein Vorgänger Ulrich Krempel – bis auf zwei Regalmeter Kunstbände – leer hinterlassen hat. „Es ist eine Freude, sich endlich auf ein Museum konzentrieren zu können“, sagt der neue Direktor des Sprengel Museums, der bis zum Wochenende noch das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen geleitet hat, spürbar hoffnungsfroh.

Ans Prinzip Hoffnung erinnert wird er dabei ganz sinnlich – durch eine Replik der Skulptur „Endlose Treppe“. Die ist dem Hauptwerk des Philosophen Ernst Bloch gewidmet, stammt vom Bildhauer Max Bill und steht rund zehn Meter hoch in Ludwigshafen.
Die Bildskulptur, die Spieler dort zum Abschied geschenkt wurde, ist mit gut einem Meter Höhe vergleichsweise bescheiden, seine Pläne sind es nicht: Schon am ersten Arbeitstag kreisen seine Pläne um das Bauhaus, an dem Max Bill einst studiert und dessen wichtigster Fotograf Otto Maximilian Umbehr, kurz Umbo genannt, war.

„Wir wollen mit dem Bauhaus-Museum und der Berlinischen Galerie ein großes Konvolut aus dem Umbo-Nachlass erwerben“, sagt Spieler. „Allein nach Hannover kämen da mehrere hundert Fotografien – und das wäre natürlich auch eine Heimkehr.“ Umbo ist nach dem Zweiten Weltkrieg nach Hannover gezogen, eine Werkschau des Fotografen war hier schon 1979 in der Spectrum Photogalerie zu sehen.

Der Erwerb des großen Fotokonvoluts, der finanziell noch nicht gesichert ist, ist nur ein Beispiel für die Akzente, die Spieler bei der Fotografie setzen will. „Nach dem Aufbau der Abteilung für Fotografie und Medien durch Thomas Weski und dessen Ausbau durch Inka Schube soll es jetzt spürbar weitergehen.“ Der nötige Spielraum dazu entstehe durch die Museumserweiterung. „Nach dem Abschluss der Bauarbeiten wird die Fotografiesammlung des Hauses in einer ständigen Ausstellung zu sehen sein“, sagt er.

Und auch die Erinnerung an die 1972 von den Fotografen Peter Gauditz, Joachim Giesel und Heinrich Riebesehl gegründete Spectrum Photogalerie, die bislang nur noch im Namen des Spectrum-Fotopreises der Stiftung Niedersachsen gepflegt wird, will Spieler neu beleben. „Zusätzlich wird es einen Spectrum-Galerie-Raum für Wechselausstellungen geben – Fotointeressierte sollen im Sprengel Museum immer etwas zu sehen bekommen.“

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