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Kultur Oscar-Verbot für Produzent von „The Hurt Locker“
Nachrichten Kultur Oscar-Verbot für Produzent von „The Hurt Locker“
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09:32 03.03.2010
Bei der Verleihung der Orange British Academy Film Awards noch dabei: „The Hurt Locker“-Produzent Nicolas Chartier (rechts).
Bei der Verleihung der Orange British Academy Film Awards noch dabei: „The Hurt Locker“-Produzent Nicolas Chartier (rechts). Quelle: dpa
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Diese Strafe verhängte die Film-Akademie am Dienstag gegen Nicolas Chartier, nachdem der Produzent mit einer aggressiven Werbekampagne für das Kriegsdrama gegen die Regeln der Oscar-Verleiher verstoßen hatte. Chartier wird nun von der Gala an diesem Sonntag im Kodak- Theater in Hollywood ausgeschlossen.

Die übrigen drei Produzenten, darunter Regisseurin Kathryn Bigelow und Drehbuchautor Mark Boal, dürften aber teilnehmen, hieß es in einer Mitteilung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Sollte „The Hurt Locker“ den Oscar als bester Film gewinnen, so würde Chartier seine Trophäe erst zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Die Akademie hätte auch eine drastischere Strafe verhängen und ihm die Nominierung entziehen können.

Am Wochenende war der Oscar-Skandal bekanntgeworden. Chartier hatte Juroren der Filmakademie per E-Mail dazu aufgefordert, für seinen Film zu stimmen und nicht für „diesen 500-Millionen-Dollar- Film“, ein klarer Seitenhieb auf den anderen großen Favoriten „Avatar“. Der Produzent hat sich bereits für seinen “äußerst unangebrachten“ Brief entschuldigt.

Die Oscar-Juroren haben sich bisher sehr empfindlich gezeigt, wenn es um die Verletzung ihrer Regeln ging. So bekamen vor zehn Jahren die Produzenten von „Tiger and Dragon“ Ärger, weil sie der Jury eine DVD und eine Videokassette ihres Films geschickt hatten - es darf aber nur jeweils ein Format eingereicht werden. Zwei Jahre später wurde „Gangs of New York“ bestraft, weil die Produzenten mit einem manipulierten Leserbrief für ihren Film werben wollten.

Sowohl „The Hurt Locker - Tödliches Kommando“ von Kathryn Bigelow als auch „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ von ihrem Ex-Mann James Cameron sind für neun Oscars nominiert. In Bigelows Drama geht es um Bombenräumer der amerikanischen Armee im Irak. „Avatar“ war vor allem wegen seiner aufregenden 3D-Effekte bekanntgeworden und ist der bislang teuerste, aber auch erfolgreichste Film der Kinogeschichte.

dpa

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