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Kultur Oscar von Orson Welles wird versteigert
Nachrichten Kultur Oscar von Orson Welles wird versteigert
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10:32 13.12.2011
Oskarprämiert: "Citizen Kane" von Orson Welles. Quelle: dpa (Archivfoto)
Los Angeles

Die Oscar-Trophäe, die Orson Welles 1942 für „Citizen Kane“ erhalten hat, könnte bald in neuen Händen sein. Der Goldjunge kommt unter den Hammer. Die Statue sei nur an wenigen Stellen leicht angelaufen, sonst aber „in sehr gutem Zustand“, teilte das kalifornische Auktionshaus Nate D. Sanders in Los Angeles auf seiner Webseite mit. Am Montag lag das Gebot bei etwas über 60.000 Dollar (45.500 Euro), die Online-Auktion dauert bis zum 20. Dezember.

Der Schauspieler, Regisseur und Autor Welles (1915-1985) hatte in seiner Laufbahn nur einen Oscar und einen Ehrenpreis der Filmakademie erhalten. Das damals 25 Jahre alte Multigenie hatte als Co-Autor das Drehbuch für „Citizen Kane“ geschrieben, Regie geführt und die Hauptrolle eines machthungrigen Medienmoguls gespielt. Der Film war in neun Sparten nominiert, Welles gewann den Oscar für das beste Original-Drehbuch. Vorbild für den Streifen, der zur Spitzengruppe der 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten gehört, war das Leben des US-Verlegers William Randolph Hearst.

Die Oscar-Statue selbst war jahrelang Gegenstand eines gerichtlichen Tauziehens. Der über Jahrzehnte hinweg verschollene Preis war Mitte der 90er Jahre aufgetaucht. Welles’ jüngste Tochter Beatrice wollte die Trophäe veräußern, wurde aber durch einen Einspruch der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die den Oscar jedes Jahr vergibt, zunächst daran gehindert.

Die Filmakademie hatte sich seit 1950 von allen Oscar-Gewinnern vertraglich das Recht zusichern lassen, die Statuen für einen symbolischen Preis von einem Dollar zu erwerben, falls sich die Gewinner zum Verkauf entschlossen. Nach einem langen Rechtsstreit gab ein Richter in 2004 dem Wunsch der Welles-Erben statt, unter anderem weil Welles den Oscar vor 1950 gewonnen hatte.

Bei einer Sotheby’s-Auktion in New York im Jahr 2007 fand sich allerdings kein Käufer, der mehr als die Mindestsumme zahlen wollte. Die vergoldete Trophäe hätte nach damaligen Branchenschätzungen rund eine Million Dollar einbringen sollen.

dpa/sag

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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