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Kultur Preise bei Landeskunstausstellung vergeben
Nachrichten Kultur Preise bei Landeskunstausstellung vergeben
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14:53 06.06.2010
Das Kunstwerk „Upstalsboom oder Eala Frya Fresena“ der Künstlerin Ellen Schneider-Stötzner. Quelle: dpa
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Niedersachsens Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Johanna Wanka (CDU), lobte dabei die Rolle der bildenden Künstler für das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Flächenland Niedersachsen:
„Künstler wirken als Katalysatoren - gerade im ländlichen Bereich“, sagte Wanka. Die mit jeweils 4000 Euro dotierten Preise gingen an Renate Ruck (Oldenburg), Rolf Blume und Klaus Madlowski aus Hannover.

Ruck wurde für ihre monumentale Eisenplastik „Julianen-Tor“ ausgezeichnet. Die Arbeit verbindet zwei historische Punkte in Aurich: Am Georgswall, dem Standort der Plastik, befand sich bis ins 20. Jahrhundert hinein der heute verlandete Hafen der Stadt. Das Julianen-Tor, das mit dem Titel der Arbeit angesprochen wird, ist das ehemalige Stadttor von Aurich. Das künstlerische Projekt, an dem Ruck seit 1997 arbeitet, nennt sie „Metallballaden“. Vorwiegend aus Fundstücken vom Schrottplatz schafft sie mit Plasmaschneider, Schweißgerät, Flex und am Schmiedefeuer ihre Skulpturen.

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Rolf Blume erhielt den Landeskunstpreis für seine hängende Raumskulptur „Nordische Landschaft oder das Prinzip Boje (52 Seh-Zeichen)“. Aus Joghurtbechern, Plastikflaschen, Zahnbürsten und anderen Alltagsmaterialien schuf er 52 Bojen-Objekte, die ringförmig zu einem Mobile angeordnet sind. Blume macht sich in seinen Arbeiten auf die Suche nach dem „verborgenen ästhetischen Mehrwert des Alltags“. Materialien aus serieller Massenproduktion sind sein bevorzugter Werkstoff.

Klaus Madlowski wurde für sein Bildobjekt „Koordinatensystem - Strand“ aus geschweißtem, geschliffenem und bemaltem Stahlblech ausgezeichnet. Neben Skulpturen und Bildobjekten schafft er Buchobjekte und Installationen im öffentlichen Raum.

Die Landeskunstausstellung des Bundes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) für Niedersachsen gibt mit 106 Werken von 62 Kreativen einen Überblick über das Kunstschaffen des Landes. An sieben Standorten in Aurich sind Gemälde, Grafiken, Fotografien, Skulpturen und Installationen zu sehen. Sie reflektieren den ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel Aurichs und Ostfrieslands, den besonders der Aufschwung der Windenergie in der bisher vor allem landwirtschaftlich geprägten Region gebracht hat.

dpa