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Kultur Programmvielfalt am Küchengarten
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14:27 03.02.2010
Von Julia Sellner
Mathias Tretter
Nachwuchs vor: Mathias Tretter kommt als "Staatsfeind Nr. 11" ins TaK. Quelle: Theater am Küchengarten
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Das TaK ist ein kuscheliges Kabarettbühnchen für 130 Zuschauer am Lindener Küchengarten. Wenn Künstler kommen, die mehr als 130 Zuschauer an­locken, kommen sie entweder mehrmals oder ziehen um. In die Aula der Humboldtschule, in den Pavillon, ins Theater am Aegi. Und jetzt kommt Eckart von Hirschhausen, und erstmals zieht das TaK in die Tausende Zuschauer fassende AWD-Hall um. Zwar erst am 25. November, aber kaum ein Kabarettist füllt derzeit so mühelos die Hallen wie der omnipräsente von Hirschhausen.

Auch sein thematisches Spektrum baut TaK-Chef Horst Janzen in der ersten Jahreshälfte weiter aus. Die neuen Reihen wie die Lesebühne der „Nachtbarden“, die Kabarett-Bundesliga und das monatliche Gastspiel der aus dem Schauspielhaus herübergewechselten Truck-Stop-Revue „Die Frau wird schöner mit jedem Glas Bier“ haben sich schnell etabliert. Eine neue Facette bietet der Besuch von Jutta Ditfurth, die am 28. Februar zu einer „szenischen Lesung mit Bildern und Fundsachen“ aus ihrer Biografie über Ulrike Meinhof kommt und anschließend mit dem Publikum diskutieren wird.

Weit weniger gefährlich als ihr Name ist die „Cello Mafia“, die am 21. Mai ebenso virtuos wie albern mit musikalischen Konventionen aufräuHamen will. Und weil anspruchsvolle Albereien durchaus ins Kabarett passen, kommt – ebenfalls aus dem Schauspielhaus – die Finnen-Revue „Nordkvark“ dazu.

Eine ungewöhnliche Mischung verspricht auch Ken Bardowicks (28. April bis 1. Mai), der mal Weltmeister der Stand-up-Zauberei war und seine Stehaufmagie mittlerweile kunstvoll und raffiniert in sein Wortprogramm eingearbeitet hat. Und wer sich um den politischen Kabarettnachwuchs Sorgen macht, findet bei Mathias Tretter Hoffnung. Der „Staatsfeind Nr. 11“ ist ein junger Meister der beiläufigen Gemeinheiten, und das sind ja meistens die wirkungsvollsten (5. bis 8. Mai).

Aber es gibt auch alte Bekannte im TaK. Das geht schon mit Thilo Seibel los, der bis zum Sonnabend sein neues Programm „Hurra, hurra, das Öl ist aus“ präsentiert. Lüder Wohlenberg bittet vom 24. bis 27. Februar zur „Spontanheilung“, und mit Arnulf ­Rating geht es vom 10. bis 13. März „Aufwärts!“.

Lokale Autoren sind – neben den „Nachtbarden“ – ebenfalls wieder im TaK zu Gast: die HAZ-Kolumnisten Imre Grimm und Uwe Janssen mit einer frischen Auflage von „Sieht aus wie Absicht“ am 26. Februar, Hans-Jörg Hen­necke und Kersten Flenter am 20. April.

Karten und alle Infos: (05 11) 44 55 62.