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Kultur Reamonn auf der Gilde-Parkbühne Hannover
Nachrichten Kultur Reamonn auf der Gilde-Parkbühne Hannover
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13:43 23.08.2010
Reamonn, Konzert auf der Parkbühne: Ein Hoch auf die Liebe Quelle: Frank Wilde

I’m giving you love and a set of keys“, verspricht Rea Garvey. Er schüttelt die Mähne. Rote Scheinwerfer strahlen. Im Publikum werden Wunderkerzen geschwenkt. Garvey ist Frontmann der Band Reamonn, die am Freitag auf der Gilde-Parkbühne gespielt hat.

Die deutsch-irische Band hat im Juni ihre Open-Air-Tour begonnen, Hannover ist die sechste Station der Reise. Garvey und Band sind gekommen, um ihr 2009 erschienenes Album „Eleven“ vorzustellen. Singles wie „Through the Eyes of a Child“ oder „Moments like this“ werden im Radio aber schon seit Monaten rauf und runter gespielt. Die Lieder – meist Balladen zwischen Pop und Rock – bieten sich vor allem für Konzertgänge zu zweit an. Im Publikum – 3000 Fans sind gekommen – wird gekuschelt und geschunkelt. Kinder toben auf der Wiese. Familienunterhaltung.

Zwischen den Liedern erzählt Rea Garvey auf Deutsch mit samtiger Stimme und leichtem Akzent, wie schwer es für ihn ist, von seiner Familie getrennt zu sein, wie viel es der Band bedeutet, dass man ihre CDs kauft, oder welche Komplikationen die Kindererziehung mit sich bringt. Sowieso dreht sich an diesem sommerlichen Abend auf und vor der lauschigen Parkbühne alles um „Love“ und „Emotions“ („Manchmal muss Liebe einfach wehtun“), da darf auch das obligatorische „Wir lieben euch alle“ nicht fehlen.

Bei all dem Kuschel- und Softrock wird es jedoch nie langweilig. Denn Reamonn ist nicht nur eine routinierte, sondern vor allem eine gute Liveband. Bei „Moments like this“ kommt Bewegung ins Publikum. Und dass sie Lieder wie „Jose­phine“, „Star“ oder „Alright“ schon Hunderte Male abgespult haben, merkt man dem Quintett selten an. Manchmal würde man sich ein bisschen mehr Phantasie in den Arrangements wünschen, die Songs, auch die älteren, halten sich doch ziemlich streng an das, was man vom Album oder aus dem Radio kennt.

Doch Garvey versteht sich ausgezeichnet mit dem Publikum, seine ausgesprochene Höflichkeit will nicht so recht zum selbst erkorenen Rockerimage mit Mähne und Rauschebart passen. Artig bedankt er sich für den Jubel und spielt vier Zu­gaben. Der Abend endet in Garveys Sinne: emotional – mit „Supergirl“ und einem großartigen Saxofonsolo.

Die niedersächsische Initiative „Musik 21“ hat ihr drittes Festival aus gutem Grund in die Fläche verlagert. Beim Auftakt in Goslar an diesem Wochenende zogen sich die „Linien“, so das diesjährige Motto, von so ungewöhnlichen Spielstätten wie dem weiträumigen Komplex des früheren Bergwerks und jetzigen Weltkulturerbes Rammelsberg bis hin zu arkadisch anmutenden Bergwiesen.

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