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00:16 30.08.2014
Von Kristian Teetz
Foto: Robin Schulz jettet derzeit durch die Welt, im Juli war er nur sechs Tage zuhause.
 Robin Schulz jettet derzeit durch die Welt, im Juli war er nur sechs Tage zuhause. Quelle: obs/Warner Music Group Germany/Geturshot.com
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Osnabrück

Er erreichte zwischenzeitlich in 17 Ländern die Pole Position, war bereits in 24 Staaten in den Top 10. Als erster Deutscher überhaupt eroberte er zudem die Spitze der weltweiten „Shazam-Charts“. Aber trotz des Riesenerfolgs zieht es den gebürtigen Niedersachsen weder nach Berlin noch nach New York. „Zum Glück lebe ich immer noch in Osnabrück“, sagt der 27-Jährige im Gespräch mit der HAZ.

„Im Juli war ich gerade mal sechs Tage zu Hause“

Er werde in der Stadt im Nordwesten des Landes auch erst einmal wohnen bleiben. „Hier leben meine Freunde, hier bin ich aufgewachsen und fühle mich sehr wohl.“ Sein Stammclub ist immer noch das Dr. Vogel in Osnabrück, das Freunde von ihm betreiben. Im Moment sieht er allerdings wenig von seiner Heimat. Er tourt durch Europa, legt Musik in Frankreich, Österreich, der Schweiz, Spanien und Belgien auf. „Im Juli war ich gerade mal sechs Tage zu Hause“, sagt Schulz. Viel unterwegs war er in der letzten Zeit aber nicht nur wegen seiner DJ-Auftritte, er hat auch das Video zu seinem neuen Song „Willst du“ gedreht.

Seinen internationalen Durchbruch feierte Robin Schulz vor einem Jahr mit seinem Remix von Mr. Probz’ Song „Waves“. Und dann kam in diesem Jahr „Prayer in C“. „Ich habe den Song zum ersten Mal auf einem Youtube-Kanal gehört“, erzählt Schulz. Er zeigte sich begeistert von Lilly Woods Stimme und begann sofort, seine Version des Songs zu produzieren. Im Original wird die Sängerin nur von Akustikgitarre und Querflöte begleitet.

Schulz fügte elektronische Beats hinzu. Der Erfolg kam schnell: Als Schulz seinen Remix auf der Internetseite „Soundcloud“ hochlud, hörten sich Zehntausende den Song an. Innerhalb eines Monats stieg die Zahl der Hörer auf eine Million. Nachdem sich auch die Originalinterpreten Lilly Wood & The Prick begeistert gezeigt hatten, erschien der Song offiziell.

Die Begeisterung für Musik hat Schulz von seinem Vater geerbt. Dieser legte in den achtziger Jahren Platten auf. Sein Initiationserlebnis hatte er dann beim Auftritt eines DJ-Kollegen seines Vaters. Als er dessen Musik live in einem Club hörte, wollte er auch hinter Plattentellern stehen. Seit zwölf Jahren bereits legt Robin Schulz Platten auf. „Mit 15 habe ich die ersten Plattenspieler gekauft und seitdem Musik gemacht“, sagt der DJ. Nun trifft man ihn kaum mehr in Diskos in und um Osnabrück, dafür umso mehr in ganz Europa. Das Leben aus dem Koffer hat er aber noch nicht satt. „Das ganze Tourleben bereitet mir unendlich viel Spaß“, sagt Schulz.

Zuhause auf 46 Quadratmetern

Im nächsten Jahr soll dann auch der Sprung über die Meere klappen. „Ich hoffe, dass dann auch eine USA- und eine Australien-Tour dazukommen.“ Wenn er nicht gerade in die weite Welt strebt, freut er sich auf seine 46-Quadratmeter-Wohnung in Osnabrück. Auch sonst hebt der Jungstar nicht ab. Das einzige, was er sich bislang von seinem Erfolg geleistet hat, ist ein bisschen DJ-Equipment. „Und ich fahre ab und zu zwischendurch in die Sonne, um mich zu erholen.“

Die Erholung kann er gut gebrauchen. „Mein Album steht in den Startlöchern“, sagt Schulz. „Mit Eigenproduktion, aber auch Co-Produktionen mit Künstlern wie Coldplay, Alligatoah und Lykke Li.“

Am 20. September kommt Robin Schulz nach Hannover und legt im Wasserturm an der Vahrenwalder Straße auf.

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