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Kultur Ein Musical über Fritz Haarmann
Nachrichten Kultur Ein Musical über Fritz Haarmann
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00:18 26.04.2015
Von Ronald Meyer-Arlt
Haarmann (Mitte, zwischen zwei Polizisten) ermordete in den 20er Jahren in Hannover 24 junge Männer und versenkte die zerstückelten Leichen in der Leine. Quelle: dpa/Archiv
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Hannover

In der kommenden Spielzeit wird am Schauspiel Hannover ein Stück über den Massenmörder Fritz Haarmann Premiere haben. Autor ist der Dramatiker Nis-Momme Stockmann. Intendant Lars-Ole Walburg wird das Stück inszenieren. Sein Titel: "Amerikanisches Detektivinstitut Lasso".

Laut Pressetext soll dabei nicht die Geschichte eines Triebtäters erzählt werden. Stattdessen sollen die Umstände von Zeit und Ort unter denen der "Werwolf von Hannover" seine Verbrechen begehen konnte, im Vordergrund stehen. Der Massenmörder Fritz Haarmann hat zwischen 1918 und 1924 etwa 24 junge Männer missbraucht und getötet. 1925 wurde er in einem aufsehenerregenden Prozeß zum Tode verurteilt und hingerichtet. Bis heute hat kaum ein Krimineller das Image und die Identität seiner Stadt so geprägt wie er; vielen gilt Haarmann bis heute als prominentester Hannoveraner.

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Inklusive des Musicals über Fritz Haarmann plant das Schauspiel Hannover 21 Neuproduktionen in der kommenden Spielzeit, darunter auch ein Stück über den hannoverschen Hacker Karl Koch, der in den achtziger Jahren weltweit Schlagzeilen machte und von Hans-Christian Schmid verfilmt wurde. Christopher Rüping übernimmt die Regie der Uraufführung von "23 – Nichts ist so wie es scheint" im Ballhof Eins. Der Schüler aus Hannover ließ sich in den 80er Jahren vom sowjetischen Geheimdienst und BND einspannen. Dem Druck entfloh er mit Drogen, 1989 wurde die verkohlte Leiche des 23-Jährigen in einem Wald bei Wolfsburg gefunden.

Zum Auftakt der Spielzeit am 11. September präsentiert das Schauspiel "Der Auftrag" von Heiner Müller. Dabei verstärken Schauspielstar Corinna Harfouch und die Band ihrer Söhne das Ensemble. Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen, wo sie bereits im Juni Premiere feiert. Die Zusammenarbeit mit den Ruhrfestspielen werde auch in Zukunft fortgesetzt, sagte Schauspiel-Chef Walburg.

rom/lni

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