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Kultur Southern-Rock-Legende Molly Hatchet
Nachrichten Kultur Southern-Rock-Legende Molly Hatchet
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11:36 17.12.2010
Von Uwe Kreuzer
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Mit „Justice“ hat die sechsköpfige Band aus Florida ein starkes neues Album im Gepäck, und live ist die Truppe um Gitarrist Bobby Ingram eh eine verlässliche Größe.

Aber die Anhängerschar hat sich gelichtet, Southern Rock ist schon seit 1980 aus der Mode, zudem haben Todesfälle und andere Schicksalsschläge die Band mehr als einmal von der Bildfläche verschwinden lassen.

Molly Hatchet lässt sich vom schwachen Zuspruch nicht beeindrucken und legt mit Klassikern wie „Bounty Hunter“ und „Gator Country“ gleich mächtig rockend und rollend los. Es wird ein Konzert voller Spielfreude, mit langen, aber beileibe nicht langweiligen Jamsessions. Die Coverversionen „Dreams I’ll Never See“ (Allman Brothers Band) und „Free Bird“ (Lynyrd Skynyrd) sind Höhepunkte, und die langsam aufbrausende Antikriegshymne „Fall of the Peacemakers“ macht auch 30 Jahre nach Erscheinen noch eine Gänsehaut. Das zurückgekehrte Gründungsmitglied Dave Hlubek fügt sich gut ein, Phil McCormack singt wie der „Whiskey Man“ persönlich und macht den 2005 gestorbenen Originalsänger Danny Joe Brown zumindest musikalisch fast vergessen.

Stücke von den Alben der neunziger Jahre gibt es leider nichts zu hören. Egal. Die wenigen, die gekommen sind, feiern ihre Helden.

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