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Kultur Das waren die Sportfreunde Stiller im Capitol
Nachrichten Kultur Das waren die Sportfreunde Stiller im Capitol
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00:15 27.05.2017
Sportfreunde Stiller im Capitol. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Weiße Lichter zucken über die Bühne – dann erklingt „Lumpi“, vom neuen Album „Sturm & Stille“. Das Trio Sportfreunde Stiller punktet an diesem Abend noch vor seinem musikalischen Einsatz durch seine sympathische Art, vor allem den Smalltalk mit dem Publikum, dem es gleich zu Anfang des Konzerts zum Aufstieg von Hannover 96 gratuliert. Zwischen den Liedern wird gescherzt, von einem der ersten Konzerte vor 21 Jahren im Béi Chéz Heinz erzählt und gereimt – etwa als das Publikum durch ein „Wir geben unser letztes Hemd, damit der ganze Landen brennt“ zum Abgehen animiert werden soll.

Dazwischen bieten die drei eine Mischung aus Aktuellem wie „Zwischen den Welten“ und älteren Hits wie „Eine Hymne auf dich“, „Applaus, Applaus“, „Ein Kompliment“ oder auch „Ich, Roque“.

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Seit mehr als 20 Jahren gibt es das Trio bereits, nun haben Frontmann Peter Brugger (Gesang, Gitarre, Schlagzeug), Florian Weber (Schlagzeug, Gesang) und Rüdiger Linhof (Bass, Klavier, Gesang) ihr siebtes Studioalbum veröffentlicht. Die Lieder sind optimistisch, regen dazu an, dass Gute in sich selbst zu entdecken, nach vorn zu schauen und Zweifel über Board zu werfen. „Ginge es nach mir, sollten wir wieder öfter in den Himmel schauen, denn manchmal fehlt es uns schon sehr an Gelassenheit, an Vertrauen“, singt Brugger – und trifft den Nerv der Fans, die begeistert mitsingen. Begeistert auch von einem Stagedive, nach dem sich Brugger zum Balkon tragen und von dort wieder ins Publikum fallen lässt.

Die Mischung aus sympatischem Auftreten, druckvollem Rock und eingängigen Texten kommt an. Das zeigt sich spätestens beim dritten Lied des Abends, „New York, Rio, Rosenheim“: Von der ersten bis zur letzten Strophe singen dabei 1600 Stimmen zusammen mit Brugger. Dessen Stimme  kippt allerdings ab und an, gerade bei den lauten Parts wird eher geschrien als gesungen.

Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch – die Fans lieben ihre „Sportis“ und feiern die Band trotzdem. Immerhin, Sympathiebekungungen gibt es von beiden Seiten: Zur zweiten Zugabe – nach der dann Schluss ist – lassen die Musiker als Gruß an ihre Fans Heliumballons mit der Aufschrift „Hannover“ über die Bühne schweben.

Von Lisa Malecha