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Kultur Staatsoper Hannover stellt neues Programm vor
Nachrichten Kultur Staatsoper Hannover stellt neues Programm vor
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14:48 24.04.2015
Stellten das Programm vor (v.li.): Ballettchef Jörg Mannes, Intendant Michael Klügl und Chefdramaturg Klaus Angermann. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

„Die Märchen müssen lebendig werden“. So lautet ein zentraler Satz in Alexander Zemlinskys Oper „Der Traumgörge“, einer Rarität, die in der kommenden Spielzeit an der hannoverschen Staatsoper Premiere hat (16. April 2016). Unter das Motto „Märchen“ hat Intendant Michael Klügl auf einer Pressekonferenz die gesamte kommende Spielzeit gestellt – wenn man denn, wie er im Programmheft schreibt, das Jahresprogramm eines so großen Ensembletheaters wie der Staatsoper überhaupt unter ein Generalthema stellen könne.

Gleich im Eröffnungsstück, der Oper „Rusalka“ von Antonin Dvorak (26. September) geht es um ein märchenhaftes Wasserwesen, das sich in einen Prinzen verliebt. Leonard Bernsteins „Candide“ (24. Oktober), eine Comic Operetta, in der - so Klügl – im Leibnizjahr 2016 kein Geringerer als der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz noch Jahrzehnte nach seinem Tod inhaltlich eine Rolle spielt, Carl Maria von Webers „Freischütz“ (12. Dezember), Giuseppe Verdis „Macht des Schicksals“ (30. Januar) und Mozarts letzte Oper „Titus“ (4. Juni 2016) stehen daneben in dieser Spielzeit auf dem Programm.

Renommierte Regisseure sind unter anderem Dietrich Hilsdorf, dem 2007 für „Die Liebe zu den drei Orangen“ der deutsche Theaterpreis „Faust“ verliehen wurde, Frank Hilbrich, der in dieser Spielzeit mit „Caligula“ von Detlev Glanert beeindruckte, und Kai Voges Schauspielintendant in Dortmund, der mit „Rusalka“ in Hannover nach Angaben Klügls seine zweite Opernregie überhaupt abliefern wird.

Das Ballett unter Balletchef Jörg Mannes wartet neben drei Tanzpremieren – unter anderem zu Shakespeares „Was Ihr wollt“ (14. November) und Friedrich Dürrenmatts „Besuch einer alten Dame“ (14. Mai 2016) - mit zwei besonderen Highlights auf. Zum Einen: In Hannover findet vom 16. bis 19. Juni 2016 der deutsche Tanzkongress der Kulturstiftung des Bundes statt. Mehr als 1000 Tanzschaffende würden erwartet, sagte Jörg Mannes gestern. Mit Veranstaltungen im Oper- und Schauspielhaus, der Cumberlandschen Galerie und dem Künstlerhaus werde Hannover vier Tage lang zur „Drehscheibe des Tanzes“. Zum Anderen: Zu den Oster-Tanz-Tagen vom 21. bis 28. März wird in Hannover einer der international gefeiertsten Ballettstars überhaupt erwartet: die Choreografin Sasha Waltz.

Von Jutta Rinas

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