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Nachrichten Kultur Starker „Iron Man 3“ zeigt den Eisenmann ohne Rüstung
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23:52 02.05.2013
Starker Auftritt: Robert Downey Jr. rettet erneut die Welt. Quelle: Concorde
München

Iron Man ist zurück. Allerdings über weite Strecken ohne seinen Superheldenanzug. Im dritten Teil der Verfilmung des Comics aus dem Marvel-Universum muss sich der Erfinder Tony Stark immer wieder auf seine menschlichen Kräfte besinnen. Denn die Technik versagt. Sein Gegner: Der geheimnisvolle Mandarin, der in Manier islamistischer Terroristen die Welt mit Anschlägen in Atem hält. Furios und bildgewaltig schildert „Iron Man 3“ den Kampf der Kontrahenten in 3-D. Regisseur Shane Black hat ein fantastisches Superheldenspektakel mit einer spannenden Geschichte geschaffen, gespickt mit raffinierten Technikspielereien und einem fein dosierten Humor, den viele Fans im zweiten Teil schon vermisst hatten.

Robert Downey Jr. findet für Iron Man alias Tony Stark die passende Mischung aus Abgebrühtheit, Männlichkeit und Selbstironie, gepaart mit fast schon kindlicher Freude an Technik. Ihm zur Seite steht wieder Don Cheadle als sein treuer Freund Rhodey, der auch im Superheldenanzug durch die Lüfte düsen darf, um den US-Präsidenten zu retten.

Wohltuenderweise ist Iron Man nicht nur der unnahbare Held mit der Mission Weltfrieden. Als sein Anzug bei einer Bruchlandung kaputtgeht, ist er auf sich selbst zurückgeworfen. Den Bösewichten ausgeliefert ohne schützende Eisenhülle, nur noch Tony. Doch Aufgeben gilt nicht. Mit der Hilfe eines kleinen Jungen schlägt sich der rastlose Erfinder tapfer durch.

In früheren Filmen kämpfte Iron Man noch gegen reale Menschen. So etwa im zweiten Teil gegen den Sohn eines russischen Erfinders, der den Ruhm des Iron-Man-Anzuges für sich reklamieren wollte. Und der Palladiumkern seines eingepflanzten Reaktors drohte, ihn allmählich zu vergiften. Diese Gefahren sind nun gebannt.

Immer noch unter dem Eindruck der Erfahrungen im Film „The Avengers“, wo er zum ersten Mal mit anderen Superhelden konfrontiert wurde, bekommt es Tony jetzt mit einer besonderen Spezies zu tun: Menschen, die innerlich brennen. Was sie anfassen, bringen sie zum Glühen, Stahlträger ebenso wie den Iron-Man-Anzug. So weit können diese Wesen ihr Feuer entfachen, dass sie wie eine todbringende Bombe explodieren, nur um kurz darauf unversehrt aus den Flammen wieder aufzuerstehen.

Schuld an dieser Misere ist Iron Man selbst – oder vielmehr sein Alter Ego, der arrogante Waffenproduzent Tony Stark aus früheren Jahren. „Wir schaffen unsere eigenen Dämonen“, erkennt der geläuterte Tony in Teil drei. Der Dämon ist in seinem Fall ein linkischer Mann, der ihm vor mehr als zehn Jahren eine Geschäftsidee verkaufen wollte. Doch Tony versetzte den jungen, hoffnungsvollen Erfinder eiskalt, um die Nacht mit einer Wissenschaftlerin zu verbringen. Aus dieser Demütigung entstehen ein brennender Hass und ein finsterer Racheplan.

Dieser Plan gefährdet vor allem Pepper Potts (Gwyneth Paltrow), Tonys große Liebe. In größter Gefahr schlüpft sie sogar selbst in den Superanzug und darf sich als Iron Woman fühlen, wenn auch nur für kurze Zeit. Doch das macht nichts, denn die Technik ist ohnehin nicht mehr so verlässlich. Der Film macht klar, dass auch die tollsten Errungenschaften nur von Menschen gemacht und daher fehlbar sind. Am Ende zählt nur eines: die innere Stärke.

Und was macht Iron Man? Er nimmt die Tücken der Technik mit Humor. Am Schluss trifft er eine konsequente Entscheidung und entlässt die Zuschauer mit leiser Wehmut, könnte dieser Film doch der Abschied von dem sympathisch überdrehten, augenzwinkernden Superhelden und seinen hochfliegenden Plänen sein.

dpa

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