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18:01 23.05.2012
Von Manuel Becker
Ivy Quainoo bei ihrem Auftritt im Capitol. Mit ihrer tollen Stimme überzeugte sie ihre Fans. Quelle: Thomas
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Hannover

Das ist sie also, die Stimme Deutschlands. Zumindest, wenn man nach dem Titel der Casting-Show „The Voice of Germany“ geht. Die erste Staffel der viel gelobten Superstarsuche hatte die 19-jährige Ivy Quainoo Mitte Februar gewonnen. Tausende hatten für sie angerufen. 800 Zuhörer wollten sich nun im gut gefüllten Capitol selbst ein Bild von der charmanten Siegerin machen.

Mit dem strahlenden Lächeln, das viele Fans aus dem Fernsehen kennen, tritt Quainoo aus dem Schatten der gut aufgelegten Band, bei der der DJ gleichzeitig immer mal wieder die Posaune hervorholt. Auf hohen Absätzen und im knappen blauen Kleid singt sie ihren ersten Song - und hat das Publikum sofort in ihren Bann gezogen. Schon nach dem ersten Lied ist der Jubel euphorisch. „Ich freue mich über Hannover und bin froh, dass ihr mir durch eure Anrufe die Chance gegeben habt, jetzt hier oben zu stehen“, sagt die Berlinerin und stimmt ihren Hit „Do You Like What I See“ an.

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„The Voice“-Gewinnerin Ivy Quainoo trat am Dienstagabend mit Band im Capitol in Hannover auf. Im Februar hatte sie die Casting-Show gewonnen.

Nicht nur dieses Lied zeigt die Besonderheit ihrer Stimme: Mit großer Wärme und viel Soul singt sie zu Klängen, die an einen James-Bond-Titelsong erinnern. Vor allem bei den tiefen und langen Tönen beeindruckt Quainoo, die im Laufe des Abends immer wieder Szenenapplaus bekommt. Schön ist vor allem das leichte, natürliche Vibrato, wenn sie einen Ton ein Stück über eine Textzeile hinaus führt. „I’m speaking with my Heart“ singt sie. Ja, so ist das wohl

Wenn der große Applaus des Publikums einsetzt, ist Quainoo immer noch angenehm erstaunt und fast schüchtern berührt von dem großen Beifall. Dabei bewegt sie sich leicht tänzelnd, schnipsend oder klatschend über die Bühne und lacht dabei so fröhlich, als stünde sie schon immer singend vor so vielen Menschen.

Bei vielen Casting-Stars, die das Fernsehen hervorgebracht hat, halten sich die Erwartungen an das erste Album und die Tour oft in Grenzen. Bei Ivy Quainoo war man gespannt. Und sie überzeugt - natürlich in erster Linie mit ihrer Stimme, die zart und fast gehaucht ist bei einigen Unplugged-Songs zur Gitarre, dann wieder stark und groß bei den Soul- und Funknummern, oder voller Weltschmerz wie bei den schönen Balladen. Wenn man die wenigen zu poppigen Lieder weglässt, in denen sie ein monotones „Keep on Dancing“ wiederholt, haben ihr die Songschreiber ein Songkostüm auf den Leib geschneidert, das ihr gut steht.

Selbst Interpretationen von „Dream a little Dream“ oder „I say a little Prayer“ klingen bei Quainoo angenehm neu. Die Stimme des Landes? Besonders ist sie, Man wünscht sich noch viel von ihr zu hören.

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