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Kultur „Theaterformen“ zeigt facettenreiches Programm
Nachrichten Kultur „Theaterformen“ zeigt facettenreiches Programm
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10:49 27.05.2012
Bei dem Festival "Theaterformen" werden 10.000 Besucher erwartet.
Bei dem Festival "Theaterformen" werden 10.000 Besucher erwartet. Quelle: dpa
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Braunschweig

Mit 100 Laiendarstellern startet am kommenden Donnerstag (31.) das internationale Festival „Theaterformen“ in Braunschweig. Die Uraufführung “100 Prozent Braunschweig“ ist ein Stück der renommierten deutsch-schweizerischen Gruppe Rimini Protokoll, die seit ihrer Gründung im Jahr 2000 viel Beachtung und zahlreiche Auszeichnungen für ihre Projekte erhielt. Insgesamt werden bis zum 10. Juni 16 Inszenierungen gezeigt, darunter zwei Uraufführungen und sechs deutsche Erstaufführungen.

Die „Theaterformen“ gelten als eines der großen Theaterfestivals in Europa. Die Veranstalter erwarten rund 10.000 Besucher, darunter viele Theatermacher aus ganz Europa. Das Festival wurde 1990 aus der Taufe gehoben. Hannover und Braunschweig sind im Wechsel Gastgeber.

Das Eröffnungsstück des Festivals stellt Braunschweig auf eine besondere Art vor: Auf der Bühne stehen 100 Laiendarsteller - junge und alte, Singles und Familienväter, Menschen mit unterschiedlichsten Herkünften. Sie sollen dem statistischen Abbild der Braunschweiger Bevölkerung entsprechen. Das Stück zeigt, was diese Menschen verbindet, was sie teilt und was jeden von ihnen einzigartig macht. Das “100-Prozent-Projekt“ der Theatergruppe Rimini Protokoll lief bereits in Berlin und Karlsruhe, nach Braunschweig wird es in London umgesetzt.

Ein Highlight des Festivals ist das Stück „Meine faire Dame - ein Sprechlabor“, eine sehr spezielle Variante des Musicals „My Fair Lady“. Der Schweizer Regisseur Christoph Marthaler setzt sich darin mit Sprache auseinander. Mit „Das Ewige Lächeln“ holte das Festival eine Produktion nach Deutschland, die kürzlich in Norwegen zum besten Stück des Jahres gekürt wurde.

Für eine Reihe von Stücken verlässt das Festival wie in den Vorjahren auch wieder das Theater und geht auf Straßen und Plätze. „Beim Vorverkauf ist der Trend zu erkennen, dass die Außenspielorte sehr begehrt sind“, sagte Festivalsprecherin Judith Hartstang.

dpa

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