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Kultur Til Schweiger zeigt in „Kokowääh 2“ eine chaotische Patchworkfamilie
Nachrichten Kultur Til Schweiger zeigt in „Kokowääh 2“ eine chaotische Patchworkfamilie
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23:59 07.02.2013
Foto: Til Schweiger hat schon wieder einen Wohlfühlfilm auf den Markt gebracht: die Fortsetzung „Kokowääh 2“.
Til Schweiger hat schon wieder einen Wohlfühlfilm auf den Markt gebracht: die Fortsetzung „Kokowääh 2“. Quelle: Warner Bros.
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Til Schweiger taucht wieder einmal ein in den Alltag – oder was er dafür hält – einer Patchworkfamilie ein. Er selbst fungiert erneut als Regisseur, Hauptdarsteller, Koautor und Produzent in einer Person.

Zwei Jahre sind seit dem Besuch bei Drehbuchautor Henry (Til Schweiger) und seiner zusammengewürfelten Familie vergangen. Alle haben sich an das ungewöhnliche Trennungsnachfolge-leben gewöhnt. Alle, bis auf Katharina (Jasmin Gerat), Henrys Lebensgefährtin. Sie begehrt eines Tages auf, die von Männern verursachten Schlampereien im familiären Haushalt sind ihr einfach zu viel. Außerdem hat sie das Gefühl, alles allein stemmen zu müssen. Und so flieht sie, um bei diesem kleinen Umweg die Beziehung doch noch retten zu können.

Henry bleibt allerdings nicht lang allein. Bald zieht Kumpel Tristan (Samuel Finzi) ein. Und mit ihm ein noch viel größeres Chaos. Schweiger-Töchterchen Emma –inzwischen zehn Jahre alt – in der Rolle von Magdalena entdeckt unterdessen die Liebe. Es ist also alles drin an Geschichten, die das Leben so schreibt. Schweiger, der Regisseur, hat tatsächlich kräftig dazugelernt. Der ganze Film hat einen angenehmen Fluss. Man langweilt sich keine Minute in den knapp zwei Stunden – schaut allerdings schon mal peinlich berührt weg, wenn doch wieder Pinkelwitze auf Kosten eines Babys gemacht werden.

Richtig gut ist der Auftritt von Matthias Schweighöfer als Filmstar, der keine Kritik zulässt. Schweighöfer spielt sich also selbst. So viel Ironie hätte man ihm gar nicht zugetraut.

Til Schweiger bringt die Fortsetzung seiner Erfolgskomödie „Kokowääh“ auf die Leinwand.

Dieser Wohlfühlfilm fügt sich bestens ein ins Gesamtwerk Schweigers (der es zuletzt ja in „Schutzengel“ krachen ließ). Rund 4,3 Millionen wollten den ersten „Kokowääh“-Film sehen, mal sehen, wie viele Henrys Familie treu bleiben. Eine Frage aber stellt sich nach dieser Fortsetzung noch drängender als zuvor: Warum traut sich Til Schweiger, der ein guter Geschichtenerzähler sein kann, nicht mal zu, den Weichspüler wegzulassen und etwas zu erzählen, das den Zuschauer packt und vielleicht sogar irritiert?

mma

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