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Kultur Tolkiens Fantasiewelten faszinieren mehr denn je
Nachrichten Kultur Tolkiens Fantasiewelten faszinieren mehr denn je
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09:10 01.09.2013
Lange galt der Stoff des „Herrn der Ringe“ als unverfilmbar. Bis der neuseeländische Regisseur Peter Jackson die Trilogie auf die Leinwand brachte. Quelle: dpa
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London

Vier mutige Hobbits, die sich in ein Abenteuer stürzen, düstere Orks, Trolle und ein mächtiger Ring – auch 40 Jahre nach seinem Tod begeistert John Ronald Reuel Tolkien nicht nur mit seinem größten Erfolg „Der Herr der Ringe“ eine Millionen-Leserschaft. Erst im Frühjahr diesen Jahres schaffte es sein Gedicht „The Fall of Arthur“ auf die „New York Times“-Bestsellerliste. Tolkiens Sohn Christopher, eines seiner vier Kinder und Nachlassverwalter des berühmten Vaters, hatte es herausgebracht. Am 2. September jährt sich zum vierzigsten Mal der Todestag des britischen Schriftstellers, der mit 81 Jahren starb und der bis heute bei Kindern wie Erwachsenen beliebt ist.
Tolkien wurde 1892 in Bloemfontein in Südafrika geboren, nach dem Tod des Vaters kam er als Vierjähriger mit der Familie nach England zurück. Hier studierte er, wurde Englischlehrer und später Professor an der Universität Oxford. Um der „Rohheit und Hässlichkeit des modernen Lebens“ zu entfliehen, wie er sagte, flüchtete er in die Fantasie. Mit Mittelerde erschuf Tolkien eine ganz eigene Welt, mit eigener Geschichte, eigenen Völkern. Sogar eine eigene Sprache erfand er.

Seinen großen Welterfolg feierte Tolkien mit der Roman-Trilogie „Der Herr der Ringe“, die 1954/55 herauskam und weltweit eine Auflage von mehr als 50 Millionen Exemplaren erreichte. Mythen und Sagen, Fabelwesen, für sie hatte der Brite eine Vorliebe - und der Hobbit Frodo ist nur einer unter Vielen. Lange galt der Stoff des „Herrn der Ringe“ als unverfilmbar. Schließlich brachte der neuseeländische Regisseur Peter Jackson die Trilogie auf die Leinwand, den ersten Teil Ende 2001.
Seine Geschichten faszinieren Generationen: Tolkien führe die Leser „an eine märchenhafte, aber auch furchterregende Welt heran“, sagte Thomas Honegger, Anglistik-Professor aus Jena, im vergangenen Jahr der Nachrichtenagentur dpa. Auch die aktuell herrschende Begeisterung für Fantasy-Literatur sei ohne Tolkiens Werk wohl nicht denkbar gewesen, erklärte Honegger im vergangenen Jahr bei der Tolkien-Konferenz in Jena.
Mehr als dreißigmal neu aufgelegt wurde auch sein Kinderbuch „Der kleine Hobbit“. Es erschien erstmals 1937 und erzählt die Vorgeschichte des „Herrn der Ringe“. Für die Tolkien-Fans in Deutschland gibt es ab Dezember dieses Jahres neuen Gesprächsstoff. Dann soll der zweite Teil der „Hobbit“-Verfilmung in den deutschen Kinos anlaufen und an den Erfolg des ersten Teils anschließen.

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dpa

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