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Kultur Alarm im Pumakäfig
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19:54 27.03.2015
Gute-Laune-Harmoniker: Tom Beck.
Gute-Laune-Harmoniker: Tom Beck.
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Hannover

Auf die Handywand in der ersten und zweiten Reihe ist Verlass: Die Smart- phones werden im Kollektiv nach oben gehalten, um einen Augenblick mit Tom Beck einzufangen. Die so entstandenen Filmchen und Fotos zeigen einen gut aufgelegten Sänger, der sichtlich Spaß bei seinem Auftritt im Musikzentrum hat.

Beck ist nicht nur Sänger und Multiinstrumentalist; der 37-Jährige kann auch als Schauspieler auf Erfolge zurückblicken. Jahrelang war er einer der beiden Actionhelden in der Serie „Alarm für Cobra 11“, am Mittwoch bekam er für die Hauptrolle in der TV-Produktion „Einstein“ durch die Bank wohlwollende Kritiken. An diesem Abend macht er mit seiner fünfköpfigen Band Alarm: Nachdem zuvor Jona Bird für ein bisschen Stimmung gesorgt hat, wird Beck auf die Bühne gejubelt. Zwei Gitarren und eine Hammond-Orgel zaubern Soul herbei, „Regenjacke“ heißt, passend zum Wetter, das erste Lied. Gefällige Gute-Laune-Harmonien, hallo Hannover, wie geht es euch, viel Applaus. Der „Bravo-Hottie“ von 2013 macht sich gut als Popsänger. Bei „Fort von hier“ singen die weiblichen Fans begeistert mit, bei „Tanke Italien“ wird es rockiger, er winkt ins Publikum. Dann trennt er sich großgestisch von seiner Lederjacke, präsentiert seinen makellosen Körper in verschwitztem T-Shirt. Die Gitarren kreischen, die Frauen auch.

Beck nennt Paolo Nutini, Jason Mraz und John Mayer als seine Vorbilder. Damit liegt er gar nicht mal falsch: Er hat von allen etwas, gibt den wilden Rocker, den sanften Frauenversteher, den durchgeknallten Gitarristen - und die anwesenden Frauen lieben ihn. „Ganz schön Pumakäfig hier drin“, befindet er. „Ausziehen“, ruft es zwangsläufig aus dem Publikum zurück. Beck grinst, zieht sich nicht aus und spielt anständigen Rock ‘n’ Roll. Zwischendurch erzählt er Geschichten. Von dem grünen Teppich, der auf der Bühne liegt. Von Soundchecks, von Konzerten, von Treffen mit den Fans. Dann schlägt die Stunde von Aylin: Sie ist heute 18 geworden und bekommt ein Beck-Ständchen, auf Englisch und Deutsch.

75 Fans haben die Möglichkeit genutzt, den Sänger vor seinem Konzert beim Soundcheck zu sehen. Für 86 Euro gab’s ein Poster, einen Händedruck, ein Selfie und ein Autogramm. Mit denen, die diesen exorbitanten Preis nicht zahlen wollten, stand Beck aber durchaus auch im Zwiegespräch: Die Wohnzimmeratmosphäre im Musikzentrum schien ihm genauso zu liegen wie „Cobra 11“. Da hat er das Gesetz gehütet. Auf der Bühne macht er es.

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