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Kultur „Umständlich verliebt“: Jennifer Aniston als Mami
Nachrichten Kultur „Umständlich verliebt“: Jennifer Aniston als Mami
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19:15 10.11.2010
Von Ernst Corinth
Wo ist Papa? Jennifer Aniston hält Ausschau.
Wo ist Papa? Jennifer Aniston hält Ausschau. Quelle: Constantin
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Das kann ja noch heiter werden. Nach all den Klamaukfilmen, in denen Körperflüssigkeiten getauscht wurden, hat Hollywood ein neues Thema entdeckt: ­Samenspenden. Vor ein paar Monaten startete mit „Plan B für die Liebe“ Jennifer Lopez’ Beitrag dazu, kommende Woche läuft mit „The Kids Are All Right“ eine lesbische Variante, aktuell ist nun „Umständlich verliebt“ zu sehen, bei der gespendeter Samen vor der Befruchtung heimlich ausgetauscht wird. Im Suff! Das mag anrüchig klingen, doch die entscheidende Szene gehört zu den lustigsten in diesem Film. Das eher unbekannte Regieduo Will Speck und Josh Gordon beweist komödiantisches Gespür.

Noch etwas überrascht an diesem Film: Zwar spielt US-Star Jennifer Aniston die weibliche Hauptrolle, doch sie agiert ungewöhnlich zurückhaltend. Ihr männlicher Partner Jason Bateman steht im Vordergrund. Er hat seine Rolle schwer stadtneurotisch angelegt mit einem Hauch Woody Allen. Bisher war Bateman als Nebendarsteller etwa in „Juno“ zu sehen.

Aniston ist die New Yorkerin Kassie, die mit Anfang 40 endlich ein Kind haben möchte. Mangels eines eigenen Partners hat sie sich einen sportlichen Schönling als Samenspender ausgesucht. Die künstliche Befruchtung soll während einer „Ich werde schwanger“-Party stattfinden, bei der auch Kassies bester (platonischer) Freund Wally (Bateman) anwesend ist. Er liebt sie heimlich, ist eifersüchtig, betrinkt sich und tauscht heimlich die Spende aus – mit seinem eigenen Samen. Kassie wird schwanger.

Kann das gut gehen? Natürlich! Der Film, der dann einen zeitlichen Sprung von sieben Jahren macht, erzählt eine der üblichen Romanzen, mit denen uns Hollywood mehr oder weniger unterhält. In diesem Fall mehr, weil zum einen die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt und zum anderen die Dialoge amüsant sind. Dass der Schluss arg kitschig ausfällt, versteht sich von selbst.

Erst Befruchtung, dann Liebe: Ordentliche Romanze. Cinemaxx Raschplatz, Cinemaxx Nikolaistraße, Utopia, CineStar.