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Kultur Unseld-Berkéwitz durch Gericht als Suhrkamp-Chefin abberufen
Nachrichten Kultur Unseld-Berkéwitz durch Gericht als Suhrkamp-Chefin abberufen
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14:24 10.12.2012
Drei Jahre nach dem Umzug von Frankfurt nach Berlin droht dem renommierten Suhrkamp Verlag die Auflösung in seiner jetzigen Form. Quelle: dpa
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Berlin

Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwitz ist einem Gerichtsbeschluss zufolge als Geschäftsführerin des Verlags abberufen worden. Das Landgericht Berlin setzte am Montag einen entsprechenden Beschluss der Gesellschafterversammlung vom November 2011 rückwirkend in Kraft. Das Gericht gab damit dem Minderheitsgesellschafter Hans Barlach recht. Barlach ist zu 39 Prozent am Suhrkamp Verlag beteiligt, Unseld-Berkéwitz hält über eine Familienstiftung die restlichen 61 Prozent.

Suhrkamp-Anwalt Peter Raue sagte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage, solange die Entscheidung nicht rechtskräftig sei, ändere sich nichts an der derzeitigen Geschäftsführung. Er gehe davon aus, dass die Verlagsspitze gegen die Entscheidung in die Berufung gehen werde. Zunächst wolle man jedoch die Urteilsbegründung abwarten.

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Die Entscheidung des Gerichts bezieht sich zunächst auf die Dachgesellschaft des Verlags. Dem Beschluss zufolge sollen aber auch die beiden Mitgeschäftsführer von Unseld-Berkéwitz abberufen werden. Auf Antrag von Barlach verpflichtete das Gericht die drei zudem, rund 282.500 Euro Schadenersatz an den Verlag zu zahlen.

Barlach hatte moniert, die Geschäftsführung habe durch die Anmietung von Event-Räumen im Privathaus von Unseld-Berkéwitz dem Verlag geschadet. Die Begründung für die Entscheidungen lag zunächst nicht vor.

dpa

Jutta Rinas 10.12.2012
Ronald Meyer-Arlt 12.12.2012