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Kultur Von "Voice of Germany" nach Hannover: Nick Howard im Capitol
Nachrichten Kultur Von "Voice of Germany" nach Hannover: Nick Howard im Capitol
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19:12 10.04.2013
Bitte Mitsingen: Nick Howard dirigiert das Publikum. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Wenn Castingshow-Gewinner aus dem Fernsehbiotop entlassen werden und auf Tournee gehen, stellt sich immer die Frage: Schaffen sie den Sprung ins wahre Showleben oder nicht. Bei Nick Howard, dem Gewinner der zweiten Staffel von „The
Voice of Germany“ ist die Sache ein bisschen anders. Der immerhin schon 30-jährige Brite hat in seiner Heimat schon reichlich Liveerfahrung gesammelt.

Das merkt man auch bei seinem Gastspiel im mäßig besuchten Capitol Hannover. Eingängige Melodien mit Ohrwurmcharakter, Texte über das Erwachsenwerden, verborgene Liebe oder gewonnene Freiheit. Typischer Radiopop. Aber gut gemacht.

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Nick Howard, der Gewinner der zweiten "The Voice of Germany"-Staffel, hat am Dienstag seine Fans im Capitol begeistert.

Howard erklärt sich auch während der Show. Er beschreibt seine Zeit bei „The Voice“ nicht als zickigen Wettkampf, sondern als sportliches Miteinander, bei dem er viel gelernt habe. Dann holt er für einen Song noch Eva Croissant auf die Bühne, eine seiner TV-Konkurrentinnen, die schon den Abend eröffnet hat. Über treibende Schlagzeugrhythmen ergänzen sich die beiden im Gesangsduett. Besonders gut: Der Zusammenklang von Howards kraftvoller und Croissants sanfter Stimme im Refrain.  

Schnellere schnörkellose Riffs regen auch das Publikum zum Mitsingen an. Sie wechseln mit ruhigen Passagen, in denen das Schlagzeug aussetzt und Howard am Keyboard Terzmotive schichtet. Die Musik von Police, den Beatles, aber auch die Zusammenarbeit mit Stars wie Jack Johnson hätten ihn inspiriert. 

Howard und seine Band erweisen sich gesanglich als erprobtes Team. Sein Schlagzeuger doppelt das Grundmotiv, das Howard umspielt. Träumerisches macht der Keyboarder noch träumerischer oder rhythmisiert Strophen durch trockenes Stakkato.
Zwischen den Songs spielt Howard immer wieder mit dem Publikum, animiert zum Mitsingen und nimmt sich im sympathisch-improvisierten Deutsch selbst aufs Korn. Von Starallüren keine Spur. Sein neues Album heißt „Stay Who You Are“. Könnte hinkommen.

Von Florian Balle

Martina Sulner 10.04.2013
09.04.2013
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