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Kultur Weg frei für Museum der Moderne in Berlin
Nachrichten Kultur Weg frei für Museum der Moderne in Berlin
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17:55 13.11.2014
Foto: Die Preußenstiftung hatte auf einen Neubau gedrängt, da sie in Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie (Bild) nur jeweils ein Drittel der Bestände zur Klassischen Modern zeigen kann.
Die Preußenstiftung hatte auf einen Neubau gedrängt, da sie in Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie (Bild) nur jeweils ein Drittel der Bestände zur Klassischen Modern zeigen kann. Quelle: dpa
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Berlin

Für die Kunst des 20. Jahrhunderts soll in Berlin ein neues Museum entstehen. Neben Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie auf dem Kulturforum sollen die öffentlichen Bestände zur Klassischen Moderne sowie mehrere Privatsammlungen unterkommen Der Bundestags-Haushaltsausschuss bewilligte am Donnerstag dafür 200 Millionen Euro, wie der SPD-Haushaltsexperte Swen Schulz am Donnerstag mitteilte. Der Bau wird voraussichtlich 2021 eröffnet.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nannte auf Anfrage die Entscheidung einen "Riesenerfolg" für die Kulturgeschichte und die Museumslandschaft. Der Neubau soll auf dem Kulturforum an der Potsdamer Straße entstehen - dort, wo der Philharmonie-Architekt Hans Scharoun einst ein Gästehaus für den Berliner Senat geplant hatte. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, erklärte, mit dem neuen Gebäude bekomme das Kulturforum als "Museumsinsel der Moderne" eine Perspektive. Nun könne die Stiftung endlich in der Präsentation der Kunst des 20. Jahrhunderts zu den großen Museen der Welt aufzuschließen. Die Preußenstiftung hatte auf einen Neubau gedrängt, da die Neue Nationalgalerie angesichts beengter Verhältnisse jeweils nur ein Drittel ihrer Bestände gleichzeitig zeigen kann.

Zunächst war ein Grundstück hinter der Nationalgalerie an der Sigismundstraße für das neue Museum vorgesehen. Auf 14 000 Quadratmetern sollen nun an der Matthäuskirche zwischen der Staatsbibliothek und der Gemäldegalerie Bestände der Nationalgalerie sowie der Privatsammlungen Pietzsch, Marx und Marzona unterkommen. Es ist geplant, das Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft zu finanzieren. Die Sammlungen der Mäzene Erich Marx und Egidio Marzona sind zur Zeit im Hamburger Bahnhof untergebracht. Das Ehepaar Ulla und Heiner Pietzsch hatte Berlin eine Schenkung unter der Bedingung zugesagt, dass dafür ein Museum der Moderne entsteht. Die Neue Nationalgalerie besitzt Meisterwerke unter anderem von Beckmann, Kirchner, Liebermann, Dix und Grosz. Auch Kunst der DDR gehört dazu, darunter Werke von Heisig, Tübke, Mattheuer und Via Lewandowsky. Egidio Marzona hat seit 1968 Werke der Konzeptkunst, der Minimal Art und der Arte Povera zusammengetragen. Zur Sammlung Marx gehören Werke von Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Robert Rauschenberg und Andy Warhol.

dpa

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