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Kultur Wehrmacht-Protokolle als Bühnenstück
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Foto: In der kommenden Spielzeit hat das Schauspiel Hannover Premiere mit einem Theaterstück über erschütternde Abhörprotokolle von gefangenen Wehrmachtssoldaten.
In der kommenden Spielzeit hat das Schauspiel Hannover Premiere mit einem Theaterstück über erschütternde Abhörprotokolle von gefangenen Wehrmachtssoldaten. Quelle: Herzog
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Grundlage ist das im vergangenen Jahr erschienene Buch "Soldaten" des Historikers Sönke Neitzel und des Sozialpsychologen Harald Welzer. Premiere der Bühnenfassung in der Regie von Thomas Dannemann ist am 14. Dezember im Ballhof Zwei.

Eröffnet wird die neue Spielzeit ebenfalls mit einer Uraufführung. Intendant Lars-Ole Walburg inszeniert am 15. September "Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir" des gefeierten jungen Dramatikers Nis-Momme Stockmann. Der Abend werde ein mehrstündiges Happening, kündigte Walburg am Freitag an. "Vielleicht wählen wir eine Shakespeare-Form, und die Türen bleiben offen, so dass man raus und reingehen kann."

Das Monumentalwerk mit starken Dialogszenen, Musical- und Prosaelementen wird voraussichtlich nicht nur auf der großen Bühne, sondern auch im Foyer und Hof spielen. Ursprünglich war es bereits für die laufende Spielzeit vorgesehen gewesen. Doch für den Text mit Stoff für eine elfstündige Aufführung benötigte das Theater mehr Zeit.

"Große Weltentwürfe" lautet das Motto der Spielzeit: Auf dem Programm stehen sowohl große Klassiker von Voltaire, Schiller und Tolstoi als auch Überraschendes von jungen Dramatikern. Das Stück "Von den Beinen zu kurz" der erst 20-jährigen Katja Brunner handelt von einem Mädchen, das den Missbrauch ihres Vaters als Liebesbeziehung verteidigt. Premiere des Theaterkonzerts "Mythen der Freiheit" von und mit der Allgäuer Band Rainer von Vielen ist bereits am 6. Juli in Herrenhaus Salderatzen im Wendland, bevor die Produktion in die niedersächsische Landeshauptstadt wandert.

dpa