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Kultur Wieder mal „Nussknacker“
Nachrichten Kultur Wieder mal „Nussknacker“
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16:57 20.12.2013
Foto: In der Deutschen Oper in Berlin ist zu Weihnachten „Der Nussknacker“ zu sehen.
In der Deutschen Oper in Berlin ist zu Weihnachten „Der Nussknacker“ zu sehen. Quelle: dpa
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Berlin

Tschaikowskis „Nussknacker“, Humperdincks „Hänsel und Gretel“, Mozarts „Zauberflöte“ - an Weihnachten und Silvester locken die Musiktheater mit beliebten Klassikern, wie eine dpa-Umfrage zeigt.

München

Wer kurzfristig über die Feiertage in München noch in die Oper gehen will, könnte Pech haben. Fast alle Aufführungen zwischen Weihnachten und Neujahr sind ausverkauft. Für Martin Kusejs Inszenierung von Giuseppe Verdis „La forza del destino“ mit Jonas Kaufmann und Anja Harteros, die am 21. Dezember Premiere feiert und am ersten Weihnachtstag erneut auf die Bühne kommt, gibt es keine Karten mehr. Ebenso wenig für das Tschaikowski-Ballett „Der Nussknacker“ am zweiten Feiertag oder Verdis „La Traviata“ am Silvesterabend. Am Neujahrstag wird ebenfalls der „Nussknacker“ gegeben, und zwischen den Feiertagen steht Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ auf dem Spielplan. Das Staatstheater am Gärtnerplatz zeigt vom zweiten Weihnachtstag bis zum 29. Dezember dreimal das Ballett „Dornröschen“.

Dresden

Auch die Semperoper in Dresden legt zu Weihnachten Klassiker auf. Während das Haus am Heiligabend geschlossen bleibt, steht am 23. und 25. Dezember mit Tschaikowskis „Nussknacker“-Ballett eines der beliebstesten Weihnachtsstücke auf dem Programm. Am 2. Feiertag folgt Giacomo Puccinis Oper „Butterfly“. Zum Jahreswechsel gibt traditionell die Staatskapelle Dresden den Ton an. Chefdirigent Christian Thielemann pflegt auch in diesem Jahr seine Liebe zur „leichten Muse“. Im ZDF- Silvesterkonzert werden Höhepunkte aus Operetten und Musicals der 1920er und 1930er Jahre präsentiert. Als Solisten wirken Renée Fleming (Sopran) und Klaus Florian Vogt (Tenor) mit. Das Konzert wird in 27 Länder übertragen.

Berlin

Der chinesische Pianist Lang Lang tritt zum Jahresende an drei Abenden mit den Berliner Philharmonikern unter Leitung von Sir Simon Rattle auf. Der Fernsehsender Arte zeigt das ausverkaufte Konzert laut Ankündigung am Silvestertag um 18.55 Uhr. Für die Philharmonie muss es zum Jahreswechsel nicht immer Walzer sein: Auf dem Programm stehen Werke von Sergej Prokofjew, Antonín Dvořák, Paul Hindemith und Aram Chatschaturjan. Bei der Staatsoper Berlin gibt es traditionell Beethovens 9. Symphonie: Dirigent Pablo Heras-Casado und die Staatskapelle Berlin spielen Schillers Ode „An die Freude“ - und das passenderweise im Schiller Theater, dem Ausweichquartier der Oper.

Frankfurt

Die Oper Frankfurt führt am 25. Dezember und in der ausverkauften Silvester-Vorstellung „Tosca“ (Giacomo Puccini) auf. Am zweiten Weihnachtsfeiertag spielt das Opernensemble „Ariadne auf Naxos“ (Richard Strauss).  Die Alte Oper Frankfurt setzt an den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel auf den Broadway-Klassiker „West Side Story“. Das Schauspiel Frankfurt zeigt am ersten Weihnachtsfeiertag „Ronja Räubertochter“ (Astrid Lindgren) sowie „X-Freunde“, ein zeitgenössisches Stück von Felicia Zeller. Mit der Komödie „Der Menschenfeind“ (Moliére) und dem dramatischen Stoff „Das Versprechen“ (Friedrich Dürrenmatt) lässt das Schauspielhaus das alte Jahr ausklingen.

Die großen Wiener Häuser sind zu Weihnachten traditionell geschlossen. Zu Silvester wird in der Staatsoper „Die Fledermaus“ von Johann Strauß in der Regie von Otto Schenk aufgeführt. Auch die Volksoper widmet sich der berühmten Operette von Strauß und zeigt gleich zwei Vorstellungen der „Fledermaus“. Im Burgtheater empfängt man das neue Jahr mit einem vollen Programm. Zu sehen ist „Spatz und Engel“ nach einer Idee von David Winterberg sowie gleich zweimal „Ente bleibt draußen“ von den Komikern Christoph Grissemann und Dirk Stermann. Chansonnier Michael Heltau bietet mit „Das war's, Herr Direktor!“ ein literarisch-musikalisches Programm. Im Volkstheater geht es mit einer Silvestervorstellung der Comedian Harmonists beschwingt ins neue Jahr. Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im Musikverein lockt alljährlich Millionen Zuseher rund um den Globus vor die Bildschirme. Daniel Barenboim dirigiert und steht bei einem Silvesterkonzert am letzten Tag des Jahres ebenfalls am Pult

Düsseldorf

Die Deutsche Oper am Rhein setzt zu Weihnachten auf einen Mix aus Klassikern mit Kultcharakter und Experimenten. So wird in Düsseldorf wie in den vergangenen 40 Jahren auch die romantische Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck gespielt. Einen Kontrapunkt dazu setzt das Duisburger Haus der Rheinoper mit der schrägen Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“ in der Regie von Barrie Kosky. An Silvester ist die festliche Operette „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán am Rhein bereits ausverkauft. Damit erfülle man auch die Erwartungen des Publikums, sagte ein Sprecher der Oper. „Für einen Silvesterabend ist eine Operette passender als "Lohengrin".“

Stuttgart

Wer zwischen den Jahren noch Karten für die Stuttgarter Oper bekommen will, muss Glück haben. Auf dem Programm stehen neben der Uraufführung der Familienoper „Peter Pan“ auch Mozarts „Zauberflöte“ und „Falstaff“ von Verdi. „Das ist eine moderne und spritzige Fassung von Andrea Moses - ein echtes Silvesterstück“, sagte Sprecherin Sara Hörr. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling. Auch „Peter Pan“ von Librettistin Lavinia Greenlaw und Komponist Richard Ayres steht mehrfach auf dem Spielplan. Die Oper ist ein Auftragswerk der Oper Stuttgart und der Komischen Oper Berlin in Koproduktion mit der Welsh National Opera.

Hamburg

Weihnachtsklassiker wie Mozarts „Zauberflöte“, Strauss' „Fledermaus“ und Humperdincks „Hänsel und Gretel“ stehen wieder auf dem Programm der Hamburger Staatsoper zu den Feiertagen. „Weihnachten ohne "Hänsel und Gretel" ist wie Adventskranz ohne Kerzen: Es gehört einfach zu dieser Jahreszeit auf den Opernspielplan“, sagt die Sprecherin der Staatsoper, Bettina Bermbach. Ebenso auf dem Programm: Die Ballette „Der Nussknacker“ und Bachs „Weihnachtsoratorium I-VI“ von John Neumeier. Zum Abschluss des Wagner-Jahrs zeigt Opernintendantin Simone Young nochmals Peter Konwitschnys Interpretation von „Lohengrin“. Wie in jedem Jahr präsentiert das Thalia Theater kurz vor Weihnachten und an Silvester den Dauerbrenner-Liederabend „Thalia Vista Social Club“ von Erik Gedeon.

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