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Kultur Zwickau eröffnet Museum für Max Pechstein
Nachrichten Kultur Zwickau eröffnet Museum für Max Pechstein
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18:33 11.04.2014
Ein Landschaftsbild und zwei Porträt-Arbeiten des Malers Max Pechstein sind am Freitag in der neuen Dauerausstellung der Kunstsammlungen Zwickau zu sehen.
Ein Landschaftsbild und zwei Porträt-Arbeiten des Malers Max Pechstein sind am Freitag in der neuen Dauerausstellung der Kunstsammlungen Zwickau zu sehen. Quelle: Hendrik Schmidt
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Zwickau

Eine Sammlung mit Werken von Max Pechstein zeigt jetzt dessen sächsische Geburtsstadt Zwickau. In einem eigens sanierten Museumstrakt der Städtischen Kunstsammlungen wurde unter dem Motto „Wände her für Max Pechstein“ Platz geschaffen, um den berühmten Sohn der Stadt zu ehren. In vier Räumen werden seit Freitag 47 Werke, darunter sieben aus Museumsbesitz, sowie eine Büste des expressionistischen Malers (1881-1955) ausgestellt. „Zwickau war immer unser Wunschkandidat, damit geht ein langgehegter Traum in Erfüllung“, sagte Enkel Alexander Pechstein bei der Eröffnung.

Damit entstand nach Angaben der Familie das weltweit bisher einzige Museum für Pechstein. Sechs Enkel und drei Urenkel, angereist aus ganz Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA, ließen sich das Ereignis nicht entgehen. Und brachten gleich ein Geschenk mit: 100 Briefe des Malers an verschiedene Familienmitglieder.

Die Sammlung spannt den Bogen von einer 1896 entstandenen Studie des jugendlichen Malers bis zum letzten Gemälde aus dem Jahr 1953. Zu sehen sind die berühmten Südsee-Landschaften Pechsteins, Stillleben, aber auch weniger bekannte Porträts und Mosaike.

Den Meister selbst würde das Museum nach Meinung seines Enkels Alexander mit Zwickau versöhnen. Ein von der Stadt abgelehntes Stipendium habe ihn zeitlebens zutiefst verärgert. „Er war deswegen richtig stinkig, gab sogar immer an, dass er in Eckersbach geboren war“, erinnerte sich der Enkelsohn, der den Großvater noch persönlich kennenlernte.

Der heutige Stadtteil wurde zwar schon zu Lebzeiten des Künstlers eingemeindet. Dennoch hielt er sich auch auf Pechsteins eigenes Betreiben hin in den Annalen lange als sein Geburtsort. Doch angesichts von Max-Pechstein-Preis und Förderpreis sowie Ehrenbürgerwürde und nun noch einem eigenen Museum könne sein Großvater Zwickau nicht länger böse sein.

dpa

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