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Nachrichten Medien & TV Die Tops und Flops des Medienjahres 2011
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13:46 31.12.2011

Die Tops und Flops des Medienjahres 2011

Das Glück in der Not


„Vom Glück nur ein Schatten“ hieß 2004 der Bestseller des ehemaligen Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye, geboren 1940. Es war die Geschichte seines Lebens – untrennbar verwoben mit dem Schicksal seiner Mutter. Regisseur Miguel Alexandre machte daraus Kino fürs Fernsehen: den großen ZDF-Zweiteiler „Schicksalsjahre“ mit Maria Furtwängler als Ursula Heye, der beim deutschen Publikum einen Nerv traf. Heye erzählt eine universal gültige Geschichte von Krieg, Vertreibung, Flucht, dann kommt ein Anruf nach 20 Jahren: „Wolfgang lebt!“ Ein Leben gerät (wieder einmal) aus den Fugen. Acht Millionen Menschen fühlten sich angesprochen, viele rührte das Drama zu Tränen.

Quelle: dpa

Schmerzfrei – Spaß dabei


2011 war ihr Jahr: Ein abgebrochener Werbekaufmann und ein gelernter Friseur machen „irgendwas mit Medien“, landen bei MTV und sind nach ein paar Lehrjahren als Duo plötzlich die Top-Nachwuchshoffnung im deutschen Fernsehen. Es gab kein Entkommen vor Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, nicht bei ZDFneo („neoParadise“), nicht bei PRO7 („17 Meter“, „Die Rechnung geht auf uns“). Und nicht wenige sahen die beiden Lautsprecher schon an der Spitze einer Radikalverjüngung für „Wetten, dass ...?“. Das Joko-&-Klaas-Prinzip: Schmerzfreiheit, keine Angst vor der Blamage, Tempo, Witz und Chuzpe. Weitermachen.

Quelle: dpa

Murdochs tiefer Fall


Dieser Skandal erschütterte die britische Gesellschaft bis ins Mark: Jahrelang hatten Reporter der Rupert-Murdoch-Zeitung „News Of The World“ Handys von Prominenten, aber auch vom vermissten Teenager Milly Dowler oder den Eltern von im Irak gefallenen Soldaten abgehört. Die Affäre offenbarte, wie verfilzt die britische Obrigkeit und die Boulevardpresse sind. Premier David Cameron steckte mittendrin, „Sonnengott“ Murdoch bat zerknirscht um Entschuldigung, und die „News Of The World“ wurde eingestellt. Die Debatte um Moral und Ethik im angelsächsischen Journalismus aber hat gerade erst begonnen.

Quelle: dpa