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Nachrichten Medien & TV Die Tops und Flops des Medienjahres 2011
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13:46 31.12.2011

Die Tops und Flops des Medienjahres 2011

Zerstörerischer Unfug

Deutschland ist durchgecastet, alle schaurigen Geschichten von explodierten Haustieren, taub gekreischten Teenagern und bankrotten Häuslebauern sind erzählt. Lösung fürs Billigfernsehen: erfinden. Und so werden ahnungslose (oder publicitygeile) Amateure durch Scripted-Reality-Formate gezerrt und geben per Unterschrift ihre Menschenwürde an der Garderobe ab. Wer nachmittags Privatfernsehen guckt, muss den Eindruck haben, das Land stehe kurz vor einem Bürgerkrieg. Die Kritik wird lauter, die „Super Nanny“ warf hin, doch die Verblödung geht weiter. Ist halt so schön billig. Und „der Wurm soll ja dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“ (RTL-Gründer Helmut Thoma).

Quelle: dpa

Ringelreihen in der ARD


Bäumchen, wechsle dich im Ersten: Dass TV-Superstar Günther Jauch ein warmes, gut bezahltes Sendeplätzchen im ARD-Sonntagsprogramm bekam, wirbelte seine Talkkollegen ordentlich durcheinander: Montags Frank Plasberg, dienstags Sandra Maischberger, mittwochs Anne Will, donnerstags Reinhold Beckmann. Alles neu in der ARD. Die Folge: Die Quoten sanken, frische Themen und Gäste werden knapp, die ewige Talkerei nervt. Und auch die neuen, „lustigen“ Krimiserien am Vorabend erwiesen sich als Flop. Ob Thomas Gottschalk die „Todeszone des deutschen Fernsehens“ (den ARD-Vorabend) mit seiner Show „Gottschalk live“ beleben kann, zeigt sich ab 23. Januar.

Quelle: dpa

Comebacks mit Fragen


Es sollte ein strahlendes Comeback werden, ein Lebenszeichen nach langer Krankheit, doch die Rückkehr von ARD-Moderatorin Monica Lierhaus geriet zum PR-Fiasko. Der Grund: Sie überriss. Erst der Live-Heiratsantrag an ihren Lebensgefährten Rolf Hellgardt bei der Verleihung der „Goldenen Kamera“, dann die Meldungen über ihr 450.000-Euro-Jahreshonorar als Botschafterin der ARD-Lotterie „Ein Platz an der Sonne“, schließlich die eher verstörenden Auftritte als Glücksfee. Ebenfalls zweischneidig die Rückkehr von Komikerin Gaby Köster nach ihrem Schlaganfall 2008: erst jahrelange Nachrichtensperre, dann – als es ein Buch zu verkaufen gilt – zahllose TV-Auftritte.

Quelle: dpa