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Nachrichten Medien & TV Die Tops und Flops des Medienjahres 2011
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13:46 31.12.2011

Die Tops und Flops des Medienjahres 2011

Die Droge Charlie Sheen

„Ich bin auf einer Droge – und sie heißt Charlie Sheen“, sagt Charlie Sheen. Und dass der Mann auf Droge ist, kann jeder sehen, der Augen im Kopf hat. Nach zu vielen Mittelchen, Partys und Huren, irrlichternden Auftritten und wüsten Beschimpfungen flog er bei der Erfolgssitcom „Two And A Half Men“ raus und wurde durch Ashton Kutcher ersetzt. Die Quoten in den USA blieben stabil (die neuen Folgen sind ab 10. Januar auf PRO7 zu sehen). Und Charlie Sheen? Blieb instabil. Eine Bühnenshow („Charlie Sheen’s Torpedo Of Truth“) sollte ihn rehabilitieren, doch inzwischen gilt er weltweit als König Lustig von Hollywood. Immerhin: Mit Exfrau Denise Richards feierte er Weihnachten.

Quelle: dpa

Tollhaus MDR


Ein Unterhaltungschef, der sich mittels eines dubiosen Finanzsystems jahrelang für Volksmusiksendungen mit und ohne Florian Silbereisen von Musikproduzenten Geld geben ließ, ein Sender, dessen Selbstkontrolle auf ganzer Linie versagte, mysteriöse Scheinverträge, ein Gründungsintendant, der in seinem Abschiedsjahr vor den Scherben seines Lebenswerkes stand: 2011 erfüllte der MDR jedes Klischee einer verfilzten ARD-Anstalt voller überforderter Egomanen. Die nach langem Hickhack gewählte neue Intendantin Karola Wille muss sich nun durch die Bücher fressen. Die Feiern zum 20. Geburtstag des Senders wurden abgesagt. Eine der wenigen guten Entscheidungen des MDR im schwarzen Jahr 2011.

Quelle: dpa

Die Ehrenrunde dauerte ein Jahr 


Eine Schrecksekunde, die Millionen live verfolgten: Im Dezember 2010 stürzte Wettkandidat Samuel Koch und verletzte sich schwer. Und fast schien es, als hätte Thomas Gottschalk einen solchen Anlass gesucht, einen plausiblen Grund, um nach 24 Jahren endlich Abschied zu nehmen von dieser Sendung, die ihren Zenit überschritten hat. In seinem Abschiedsjahr bei „Wetten, dass ...?“ dann zeigte er noch einmal, was dieses Land an ihm hat(te): einen Universal-Entertainer alter Schule, ein buntes Zirkuspferd, das selbst die Show ist. Die Suche nach seinem Nachfolger wurde zur Staatsaffäre. Hape Kerkeling wollte nicht. Anke Engelke auch nicht. Alle anderen sollten/konnten/durften nicht. Wer es künftig macht, ist jetzt schon fast egal. 14,8 Millionen Menschen sahen Gottschalks 151. und letzte Show am 3. Dezember. Mit „Gottschalk live“ wagt er vom 23. Januar an einen Neustart in der ARD. Er sei noch hungrig, sagt er.

Quelle: dpa