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Nachrichtenticker Allroundtalent Monitor: Notebookdisplay und Fernseherersatz
Nachrichten Medien & TV Nachrichtenticker Allroundtalent Monitor: Notebookdisplay und Fernseherersatz
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09:24 21.08.2012
Bei Computermonitoren haben Käufer die Qual der Wahl. Spieler und Filmfans sollten sich ein vergleichsweise großes Display zulegen. Foto: Caroline Seidel
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Frankfurt/Main

Eine Zeit lang führte der Monitor nur ein Nischendasein. Viele Computerkäufer entschieden sich in den vergangenen Jahren lieber für Notebooks mit fest integriertem Display. Doch der Trend hat sich wieder umgekehrt: 2012 werde der Absatz voraussichtlich um 2,2 Prozent steigen, behauptet der IT-Verband Bitkom. Insgesamt werden in Deutschland dieses Jahr voraussichtlich 6,1 Millionen Flachbildmonitore verkauft.

Viele Nutzer setzen die sogenannten TFTs den Angaben nach aber gar nicht am Desktop-PC ein, sondern als externes Display für Notebooks. Das hat unter anderem gesundheitliche Gründe: Bei stationärer Arbeit am Schreibtisch schont ein großer Monitor durch die aufrechte Sitzposition Rücken und Augen. Das gilt besonders für Leute, die mehrere Stunden am Stück oder den ganzen Tag am Rechner sitzen.

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Der Kauf eines Neugeräts lohnt sich aber unter Umständen nicht nur für Notebookbesitzer, sondern auch für Computernutzer mit kleinen Displays oder einem alten Röhrenmonitor. "Die Preise sind inzwischen auf 170 Euro im Durchschnitt gesunken", sagt Roland Stehle von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). HD-Auflösung bieten inzwischen alle neuen Modelle, auch Full HD (1920 mal 1080 Pixel) ist heute fast Standard.

Die Abkürzung TFT steht für Thin Film Transistor. Drei Display-Typen oder Panels können dem Kunden beim Kauf begegnen: TN, IPS und PVA/MVA. Die älteste Technik TN (Twisted Nematic) bietet sehr schnelle Reaktionszeiten und somit eine geringe Bewegungsunschärfe, allerdings schwindet der Kontrast bei einem ungünstigen Betrachtungswinkel. Die oft teureren IPS-Geräte (In-Plane-Switching) bieten stabile Werte bei Kontrast und Farbe, die Weiterentwicklung S-IPS erlaubt spielerfreundliche Reaktionszeiten und sieht auch aus schrägen Perspektiven gut aus. Die stabilsten Kontraste ohne Verfälschung der Farbwerte aus allen Blickrichtungen bieten MVA (Multi-Domain Vertical Alignment) und die verbesserte Variante PVA (Patterned Vertical Alignment), allerdings reagieren diese Monitore etwas träger als TN-Panels.

Vor dem Kauf sollte sich der Kunde daher gut überlegen, was genau er mit dem Monitor machen möchte. Je nach Zweck sind verschiedene Werte und Features entscheidend. "Wenn ein reiner Datenmonitor benötigt wird, ist die Reaktionszeit eher zu vernachlässigen", sagt Stehle. Denn Tabellenkalkulationen und Textverarbeitungen sind in der Regel nicht auf schnelle Bildwechsel angewiesen.

Für den flüssigen Genuss von Spielen und hochauflösenden Filmen ist es dagegen sinnvoll, auf eine möglichst geringe Reaktionszeit von höchstens drei bis vier Millisekunden (ms) zu achten. Wichtig ist in solchen Fällen außerdem eine möglichst große Bilddiagonale. Damit auch bei riesigen Modellen im Breitbildformat keine Pixel mehr zu erkennen sind, arbeiten solche Monitore inzwischen mit einer Auflösung jenseits von FullHD. Einige 27-Zöller zeigen zum Beispiel 2560 mal 1440 Bildpunkte. Die erhöhte Pixeldichte braucht aber auch eine leistungsstarke Grafikkarte, außerdem kann längst nicht jedes Spiel solche Auflösungen darstellen.

Zu groß ist ein Monitor, wenn sich die gesamte Bildfläche nicht mehr ohne Kopfdrehung erfassen lässt. Deshalb sollten beim Kauf neben der Bildschirmdiagonale auch der Platz auf dem Schreibtisch und der Abstand zum Display eine Rolle spielen. Wichtig ist außerdem, dass sich das Gerät drehen oder in der Höhe verstellen lässt. "Wer das Display nicht optimal an seine Position als Betrachter anpassen kann, muss bald mit Nackenschmerzen rechnen", heißt es in einem Test in der Zeitschrift "Chip Test & Kauf".

HDMI ist nicht nur bei Fernsehern beliebt, sondern auch bei Monitoren inzwischen verbreiteter als andere Schnittstellen wie DVI und DisplayPort. Allerdings geizen die Hersteller beim Lieferumfang: HDMI-Kabel müssen in der Regel separat angeschafft werden. Einige Modelle bieten sogar schon zwei HDMI-Schnittstellen an, andere haben dagegen mehrere verschiedene Anschlüsse. So lässt sich das Display auch ohne Adapter an jeden PC anschließen. Und auch anderswo verschwinden die Grenzen zwischen Monitor und TV zunehmend: Manche TFTs haben zum Beispiel Tuner zum Empfang von Digitalfernsehen an Bord oder einen eingebauten Medienplayer. Dieser kann Videos von externen Festplatten abspielen, ohne dass dafür extra der Computer hochgefahren werden muss. Der Nachteil solcher Zusatzfeatures ist allerdings der erhöhte Energieverbrauch.

dpa