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Nachrichtenticker Externe Festplatten wie rohe Eier behandeln
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09:45 28.08.2012
Externe Festplatten sind klein und haben eine Menge Platz für kostbare Daten - allerdings sind sie auch ziemlich empfindlich und nicht für die Ewigkeit gemacht. Foto: Kai Remmers
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München

Externe Festplatten sind empfindlich: Stöße und Stürze sind für die Geräte und die Daten darauf äußerst gefährlich. "Darin steckt eine äußerst exakte Mechanik mit sehr schnell drehenden Scheiben", erklärt Harald Görl, Professor für Betriebssysteme und Rechnerarchitektur an der Universität der Bundeswehr in München. Besonders empfindlich sind Festplatten, wenn sie eingeschaltet sind, sich die Scheiben also drehen. Ausgeschaltet ist die Chance höher, dass die Daten auch nach einem Sturz noch lesbar sind.

Produziert die Festplatte nur noch Lesefehler oder wird vom Rechner gar nicht mehr erkannt, bleiben Nutzern meist nur wenige Möglichkeiten. Spezielle Dienstleister können die gespeicherten Informationen retten - deren Methoden sind aber nur bei manchen Fehlern erfolgreich, warnt Görl: "Das kostet natürlich Geld, und das lohnt sich meist nur bei wirklich wichtigen Daten."

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Wer im Internet nach Tipps zur Festplattenrettung sucht, findet viele obskure Methoden, vom simplen Anschließen an einen anderen Rechner bis hin zu sanftem Schlägen mit einem Hammer. Hier rät der Experte allerdings zur Vorsicht: "Das funktioniert, wenn überhaupt vielleicht in einem von tausend Fällen." Ausprobieren sollte man es daher nur, wenn die Festplatte ohnehin defekt ist und alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind. Denn manche dieser Tricks können Festplatten auch schnell weiteren Schaden zufügen.

Selbst bei sehr sorgfältiger Behandlung werden mechanische Festplatten mit der Zeit immer unzuverlässiger. "Was sich bewegt, das altert", sagt Görl. Je nach Benutzung beginnt die kritische Phase für Festplatten in der Regel nach etwa vier bis fünf Jahren. Ein ähnliches Problem haben auch moderne SSD-Festplatten. Stürze und Stöße machen ihnen zwar weniger aus, dafür überlebt Flash-Speicher darin aber nur eine gewisse Anzahl von Schreibvorgängen.

dpa