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Nachrichtenticker Hilfsprojekte durch digitales Feedback verbessern
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16:03 18.10.2013
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Die Organisation Betterplace sieht in neuen Medien Potenzial für Hilfsprojekte. Sie können zum Beispiel zur besseren Verbreitung von Informaitonen genutzt werden. Quelle: Laurin Schmid
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Berlin

Ein Berliner Unternehmen hat aktuelle Trends zusammengefasst.

Soziale Organisationen könnten Internet und Handys noch deutlich stärker für ihre Ziele nutzen, sagen Experten. "Die Mehrheit der deutschen Organisationen des sozialen Sektors ist noch nicht in der digitalen Gesellschaft angekommen", bilanziert Joana Breidenbach zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut (17.10.). Sie könnten etwa direktes Feedback von Hilfeempfängern sammeln, ihr Spezialwissen besser austauschen oder neue Aufgaben für Ehrenamtliche aufzeigen.

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Breitenbach arbeitet für das Betterplace Lab, eine

Rechercheeinrichtung der Online-Plattform Betterplace.org. Bei

Betterplace können Hilfsorganisationen oder Einzelpersonen für

Projekte Spenden sammeln. Das Betterplace Lab spürte ein Jahr lang

Trends bei Online-Hilfsprojekten hinterher und untersuchte für

seinen Trendbericht knapp 500 Fälle.

Zukunftsweisende Ideen aus dem sozial-digitalen Sektor kämen

derzeit oft aus Afrika, heißt es darin - etwa in Form einer

Saatgut-Versicherungs-App für Kleinbauern, Gesundheitschecks via SMS

oder kostenloser Bildungsangebote. "Hier entsteht Neues aus der

Kargheit heraus", sagt Breidenbach. Häufig seien es nicht die

traditionellen Hilfsorganisationen, sondern neue Akteure, die diese

Ideen umsetzten. Sie setzten oft auf Hilfe zur Selbsthilfe, "unter

dem Motto Trade statt Aid".

Vielversprechend ist aus Breidenbachs Sicht der Trend zum

"Digitalskalieren" - dem Vergrößern und breiten Nutzbarmachen kleiner

Projekte. "Nicht jede kleine Plattform muss das Rad neu erfinden."

Als Beispiel nannte sie die US-Nachbarschaftsinitiative "Kaboom", die

mit freiwilligen Helfern Spielplätze in sozial benachteiligten

Stadtteilen baut. "Auf ihrer Website stellen sie ihren gesamten

Werkzeugkasten zur Verfügung." Ob Hilfsinitiativen vor Ort überhaupt

die erhofften Früchte tragen oder nachgebessert werden sollten,

könnten Organisationen über Nutzerfeedback via SMS herausfinden.

Die Spenden-Plattform betterplace.org und die dahinter stehende

gemeinnützige Aktiengesellschaft gut.org steht mit Organisationen wie

dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und seinem

Spendensiegel im Wettbewerb.

dpa

Deutsche Presse-Agentur dpa 18.10.2013
Deutsche Presse-Agentur dpa 18.10.2013
Deutsche Presse-Agentur dpa 17.10.2013