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Nachrichtenticker Mehr Sicherheit: Java auf Windows-PC abschalten
Nachrichten Medien & TV Nachrichtenticker Mehr Sicherheit: Java auf Windows-PC abschalten
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17:47 10.09.2012
Sicher im Netz: Der Browser Chrome bietet den derzeit besten Schutz.
Sicher im Netz: Der Browser Chrome bietet den derzeit besten Schutz. Quelle: Jens Schierenbeck
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Berlin

Um Java zu deaktivieren, sollten Nutzer in der Systemsteuerung einfach alle Versionen der Software deinstallieren, rät die Zeitschrift "c't". Es gebe gute Chance, dass Anwender die Laufzeitumgebung nicht vermissen. Und falls dringend benötigte Programme oder Anwendungen nicht ohne auskommen, lässt es sich jederzeit wieder installieren.

Auch nach einer Java-Deinstallation bleibt ein Virenschutzprogramm unverzichtbar. Wer sich an einen der renommierten Hersteller hält, kann nicht viel falsch machen, so die Experten. Wichtig sind eine Cloud-basierte Reputationskontrolle von Webseiten und eine sogenannte Verhaltensüberwachung. Das bieten auch kostenlose Programme, zum Beispiel die kostenlosen Virenscanner von Avast oder AVG.

Unter den Browsern hat Chrome den Angaben zufolge die beste Sicherheitsausstattung. Zusätzlich sollten Nutzer die sogenannte Click-to-Play-Funktion aktivieren. Dann starten Flash-Filme erst, wenn der Anwender dies per Mausklick freigibt. Die Einstellung ist etwas in den Chrome-Einstellungen versteckt und findet sich, wenn Nutzer im Suchfenster der Einstellungen "click" eingeben, dann auf Inhaltseinstellungen klicken und zum Eintrag Plug-ins scrollen.

Der Firefox-Browser lässt sich mit dem Add-on NoScript gut abriegeln. Potenziell gefährliche aktive Inhalte wie JavaScript oder Flash werden dann nur ausgeführt, wenn der Nutzer es der Webseite einmalig oder immer erlaubt. Das Rechteverteilen geht schnell über die rechte Maustaste. Jeder Nutzer muss aber für sich entscheiden, ob das Prozedere für ihn akzeptabel ist oder zu sehr nervt.

Für mehr Privatsphäre lassen sich mit der für alle gängigen Browser verfügbaren Erweiterung Ghostery unerwünschte Cookies in den Kategorien Advertising, Analytics, Beacons, Privacy und Widgets gezielt blockieren.

Essenziell für die Sicherheit des Rechners sind auch Software und Betriebssystem auf dem neuesten Stand. Bei Windows sollten Anwender die automatische Updatefunktion aktivieren. Wer die übrigen Programme nicht ständig auf Aktualität prüfen möchte, kann die Freeware Pecunia PSI nutzen, raten die Experten. Sie schlägt Alarm, wenn es ein Programm mit Sicherheitslücken auf dem Rechner findet. Allerdings sollte Pecunia so eingestellt sein, dass neue Versionen manuell installiert werden müssen. Im Automatik-Modus installiert die Freeware sonst manchmal vorschnell die englische Sprachversion von Programmen.

dpa