Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichtenticker Rechtsextreme Inhalte in Netzwerken schwer zu erkennen
Nachrichten Medien & TV Nachrichtenticker Rechtsextreme Inhalte in Netzwerken schwer zu erkennen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:25 11.07.2012
Anzeige
Berlin

Wer das erkennt, sollte andere Nutzer warnen.

In sozialen Netzwerken ist es oft schwierig, rechtsextremes Gedankengut auf den ersten Blick zu erkennen. Dadurch sei die Gefahr größer, unwissend auf rechte Inhalte zu stoßen, als auf öffentlichen Seiten. "Durch das Teilen und Liken der Informationen wird der Absender der Nachricht ganz schnell verschleiert", erklärt Anna Groß, Betreuerin des Projekts no-nazi.net der Amadeu Antonio Stiftung. Eine Warnung im Kommentar-Feld zu posten, sei hilfreich, um andere auf die Inhalte aufmerksam zu machen.

Anzeige

Rechte gingen in sozialen Netzwerken subtil vor, so dass Nutzer genau hinsehen müssten. Über Themen wie Umweltschutz oder Kindesmissbrauch köderten sie Jugendliche. "Deshalb ist es wichtig, dass sich Jugendliche gegenseitig darüber aufklären", rät Groß. Die einfachste Methode sei es, die Melde-Funktion zu nutzen. Dann müsse sich der Betreiber des Netzwerkes um das Entfernen kümmern. Statements zu ignorieren, sei kontraproduktiv, da sich Nazis dann als Meinungsführer fühlten.

"Eine der vielen Strategien ist das Themenhopping", erklärt Groß. Um Likes zu generieren, beginnen Rechtsextreme mit scheinbar harmlosen Posts. Beispielsweise werben sie momentan für den Veganismus. "Sie setzen Themen, hinter denen man nicht unbedingt Rechtsextreme vermutet", fasst Groß zusammen. Deshalb empfiehlt sie: "Genau hinsehen. Wer ist der Administrator der Gruppe? Welche Inhalte und Links werden gepostet?".

dpa