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Nachrichtenticker Von Tränen und Schwergewichten - Die Netzwelt-Köpfe des Jahres
Nachrichten Medien & TV Nachrichtenticker Von Tränen und Schwergewichten - Die Netzwelt-Köpfe des Jahres
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12:01 15.01.2014
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Erlangte weltweit Bekanntheit: Edward Snowden. Quelle: Guardian/Glenn Greenwald/Laura Poitras
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Berlin

Ein kompletter Außenseiter brach 2013 in die Riege der altbekannte Spitzenfiguren der Internet-Branche ein:

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Edward Snowden: Der gerade einmal 30-Jährige Systemadministrator

ist über Nacht zu einer Schlüsselfigur für die Zukunft der

Internet-Industrie geworden. Die geheimen Dokumente, die er beim

US-Geheimdienst NSA mitgehen ließ, offenbarten eine ausufernde

Internet-Überwachung. Die Enthüllungen schwächen das Vertrauen in

amerikanische Online-Unternehmen und befeuern zugleich eine Bewegung

für mehr Verschlüsselung im Netz.

Mark Zuckerberg: Für den 29-jährigen Facebook-Gründer war es ein

gutes Jahr. Mit der Erholung der Facebook-Aktie schoss auch sein

Vermögen über 30 Milliarden Dollar. Facebook bekam die Probleme im

Werbegeschäft auf Smartphones in den Griff und verdient auch dort

gutes Geld. So war Zeit für den Schutz der eigenen Privatsphäre:

Zuckerberg kaufte laut US-Berichten Grundstücke um sein Haus in Palo

Alto, damit sie nicht Immobilienspekulanten in die Hände fallen.

Tim Cook:Der 53-jährige Apple-Chef brauchte in seinem zweiten Jahr

an der Spitze des iPhone-Konzerns starke Nerven. Analysten kreiden

Apple unter Cook einen Mangel an neuen Produkt-Innovationen an.

Investoren wie der gefürchtete Firmenjäger Carl Icahn wollen mehr von

Apples Milliarden-Geldberg. Die Schwäche der Apple-Aktie im Frühjahr

und Sommer konnte Cook aber überwinden.

Steve Ballmer: Tränen in den Augen hatte der 57-Jährige, als er zum

letzten Mal vor eine große Versammlung der Microsoft-Mitarbeiter

trat. Ballmer ist seit fast 30 Jahren bei dem Windows-Riesen, erst

als rechte Hand von Gründer Bill Gates, seit 2000 als Chef. Er habe

jedoch eingesehen, dass er den Weg für einen Neuanfang freimachen

müsse, sagte der für überdrehte Auftritte bekannte Ballmer. Mit dem

Ende August angekündigten Rückzug bahnt sich das Ende einer Ära an.

Marissa MayerDie langjährige Google-Managerin trat Mitte 2012 mit

vielen Vorschuss-Lorbeeren als Retterin des seit Jahren schwächelnden

Internet-Pioniers Yahoo an. In diesem Jahr fiel die 38-Jährige mit

dem Kauf der Blog-Plattform Tumblr für 1,1 Milliarden Dollar und

Hochglanz-Fotos in ihren liebsten Designer-Sachen in der "Vogue" auf.

Eine Wende bei Yahoo ist ihr allerdings bisher nicht gelungen:

Werbeerlöse und Gewinn fielen zuletzt erneut enttäuschend aus.

Julian Assange: Für den Wikileaks-Gründer war es kein schönes Jahr.

Er verbrachte 2013 in einem kleinen Zimmer in der Londoner Botschaft

von Ecuador. Assange versteckt sich dort vor einer Auslieferung nach

Schweden, wo ihm sexuelle Vergehen vorgeworfen werden. Laut Wikileaks

befürchtet der 42-Jährige, dass Schweden ihn an die USA weiterreicht.

Dort hieß es jüngst, eine Anklage gegen Assange sei unwahrscheinlich,

weil man dann gegen Medien wie die "New York Times" vorgehen müsste.

Kim DotcomDer schwergewichtige Internet-Unternehmer mit deutschen

Wurzeln kann wieder große Töne spucken. Sein Schicksal schien schon

besiegelt als US-Behörden ihm 2012 massive Urheberrechts-Verstöße

vorwarfen und sein Vermögen in Neuseeland beschlagnahmt wurde. Doch

das Auslieferungsverfahren steckt fest, der 39-jährige Dotcom alias

Kim Schmitz wohnt wieder auf seinem Anwesen und startete den neuen

Speicherdienst Mega, der bereits 500 Millionen Dateien enthält.

dpa

Deutsche Presse-Agentur dpa 15.01.2014
Deutsche Presse-Agentur dpa 05.02.2014
Deutsche Presse-Agentur dpa 05.02.2014