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Nachrichtenticker Zwei-Browser-Strategie schützt vor Sicherheitslücken
Nachrichten Medien & TV Nachrichtenticker Zwei-Browser-Strategie schützt vor Sicherheitslücken
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11:25 18.09.2012
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Bonn

Das zeigt auch eine aktuelle Sicherheitslücke.

Internetnutzer installieren am besten mindestens zwei Browser auf ihrem Rechner. So können sie einfach wechseln, wenn es Sicherheitsprobleme bei einem Programm gibt, erklärt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Zurzeit gilt der Internet Explorer als unsicher: Angreifer könnten eine bislang unbekannte Hintertür in der Software ausnutzen, um über manipulierte Webseiten schädlichen Code auf fremden Rechnern auszuführen. Betroffen sind die Versionen 7, 8 und 9 des Programms. Bis Entwickler Microsoft den Fehler mit einem Patch behebt, weichen Internetnutzer daher am besten komplett auf einen anderen Browser aus.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt eindringlich vor der Schadsoftware: Für einen erfolgreichen Angriff reiche es, den Internet-Nutzer auf eine präparierte Webseite zu locken. Schon beim Anzeigen dieser Webseite könne durch Ausnutzen der Schwachstelle beliebiger Software-Code auf dem Computer mit den Rechten des Nutzers ausgeführt werden.

Die Sicherheitslücke sei bisher unbekannt gewesen und werde bereits in gezielten Angriffen ausgenutzt. Microsoft betonte, der neuere Internet Explorer 10 sei nicht betroffen. Allerdings sind traditionell viele Internet-Nutzer mit früheren Software-Versionen unterwegs. Microsoft arbeite daran, die Lücke zu schließen, hieß es in einem Blogeintrag. In der Zwischenzeit könne man den Computer mit einer Änderung der Einstellungen und der Installation der Software-Komponente EMET (Enhanced Mitigation Experience Toolkit) absichern.

Erste Hinweise auf die Sicherheitslücke und die Angriffe hatte es am Wochenende gegeben. Nach Erkenntnissen von IT-Sicherheitsexperten wurden bei den Attacken Trojaner auf die Computer geladen, Schadsoftware, die unbemerkt für den Nutzer agiert.

dpa