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Netzgeflüster Auch Google weiß nicht alles
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Auch Google weiß nicht alles
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14:32 15.04.2009
Quelle: screenshot
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Mein persönlicher Favorit ist übrigens meine Brille gefolgt vom Schlüssel und Portemonnaie, die dann zum Glück an den unmöglichsten Plätzen meist wieder auftauchen. Denn selbst die weltweit größte Suchmaschine hilft in solchen Fällen komischerweise ja nicht weiter, weil Google bisher auf die Entwicklung eines Brillen- oder Schlüssel-Finders verzichtet hat. Dabei wären die ja so praktisch.

Dennoch benutzen regelmäßig Leute bei der Suche nach allen möglichen Dingen Google. Das berichtet jetzt Rob Garner von Mediapost.com, der mal ganz genau nachgeschaut hat, wonach gesucht wird. Und siehe da: zu den Favoriten zählt die bei Google.com auf Englisch eingegebene Frage „Wo habe ich meine Brille hingelegt?“ 320-mal wird sie durchschnittlich pro Monat dort gestellt. Nach dem Schlüssel wird dagegen nur 94-mal gesucht. Und über Googles Antworten ist leider nichts bekannt.

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Aber Brille und Schlüssel sind nichts gegen eine Frage, die bei Google monatlich etwas 40.500-mal gestellt wird: „Wie ist mein Name?“ Offenbar sind viele Zeitgenossen nach durchzechter Nacht da nicht mehr ganz so sicher und fragen lieber gleich Google. Oder es herrscht gerade eine Amnesie-Epidemie. Top-Antwort beim deutschsprachigen Google-Ableger ist übrigens: „Wie ist meine Name auf Elbisch?“ Wonach ja nun wirklich nicht gefragt worden ist. Auch das Problem „Warum bin ich so müde?“ bewegt die Menschen und erzeugt monatlich 5400-mal eine entsprechende Google-Suche.

Aber es gibt noch existentiellere Suchanfragen. Spitzenreiter ist die Eingabe von „Ich bin“. 7.480.000-mal wird damit Google monatlich belästigt. Auf dem zweiten Platz liegt „Ich bin hier“ (550.000). Und dritter ist der Satz „Ich bin ich“ (201.000). Auf „Ich bin“ antwortet Google auf Deutsch lustigerweise mit „Ich bin ein Star, Dschungelcamp, Australien.“ Dagegen ist „Ich bin ich“ offensichtlich ein Lied der Gruppe Rosenstolz oder „ein kleines, nicht näher bestimmbares, rosa-weiß-kariertes Tier, das auf der
Suche nach seiner Identität ist“.

Dass manche Leute Google mittlerweile für allwissend halten, beweist auch die Suche nach Gestohlenem: „Wer hat meinen Talisman gestohlen?“ wird 91-mal pro Monat gefragt. Und immerhin noch 12-mal: „Wer hat meinen Hund gestohlen?“ Und bei der Hundefrage ist Google auf Deutsch absolut ratlos: Lediglich zwei Antworten werden genannt und beide verweisen auf ein „Wuff Forum“. Niemand ist eben perfekt. Noch nicht einmal Google

Zum Schluss der Link der Woche: Das Spiel „Defend your castle“

von Ernst Corinth

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