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Netzgeflüster Das teure Nichts
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16:31 24.08.2011
Von Ernst Corinth
Quelle: Screenshot
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Los geht sie mit einem Kunstwerk, auf das das Blog Netzpolitik.org kürzlich hingewiesen hat. Ausgestellt wird es im Internet in der Art404-Gallery. Und es besteht aus einer ein Terabyte-Festplatte, auf der raubkopierte Software ist im Wert von fünf Millionen Dollar. Dazu gibt es eine „Inhaltsangabe“ der geklauten virtuellen Ware samt Preisangaben.
Über Sinn und Unsinn dieses Ausstellungsobjektes lässt sich natürlich vortrefflich streiten, interessant ist jedenfalls, was für einen Wert ein nicht greifbares elektronisches Nichts hat. Ein vermeintlicher Geldwert, um den eine ganze Branche, Abmahnkanzleien, streitet und von dem sie mittlerweile bestens lebt. Im vergangenen Jahr sollen allein in Deutschland nach Schätzungen 120 Millionen Euro geflossen sein – berichtet dnews.de.

Und wer mal einen Blick in den hannoverschen Abmahnungsblog wirft, glaubt diese Zahlen sofort. Es hat übrigens durchaus etwas komisches, mit welchem heiligen Ernst seriöse Anwälte um Rechtsansprüche an dem größten Pornoschrott streiten.

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Zum guten Schluss etwas für Statistik- und Listenfans; und zwar die Liste der deutschen Nummer-eins-Hits im Ausland. Zu finden natürlich bei Wikipedia.

Eine ungemeine Fleißarbeit mit durchaus erstaunlichen Ergebnissen. So war beispielsweise 2002 Scooter mit „Ramp! The Logical Song“ zwei Wochen Nummer eins in Australien, die Goombay Dance Band schaffte dies 1982 sogar drei Wochen lang mit „Seven Tears“ und der Hammer ist „Schnappi, das kleine Krokodil“, das 2005 sieben Wochen lang an erster Stelle war in Norwegen.

In diesem Sinne: Die Macht sei mit euch! Und den Rest erledigt Schnappi!

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