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Netzgeflüster Die Piraten kommen
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Die Piraten kommen
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13:21 10.06.2009
Von Ernst Corinth
Screenshots zweier Tweets
Quelle: Screenshot
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Dabei ist das, was bei dieser Abstimmung herausgekommen ist, halb so schlimm im Vergleich zu dem Ergebnis einer Umfrage bei dem Kurznachrichtendienst Twitter. Sie ist gewiss nicht repräsentativ, spiegelt aber ganz gut die Meinung zahlreicher Internetnutzer wieder. Von Personen vor allem, die das Netz intensiv und aktiv nutzen.

So, nun heißt es für die etablierten Parteien, voll in Deckung zu gehen. Die Abstimmung unter der Fragestellung „Was hast Du heute gewählt?“ hatte nämlich folgendes Ergebnis: Demnach entschieden sich 3 Prozent für die CDU, 4 für die Linke, 5 für die FDP, 7 für die SPD, 25 für die Grünen. Und mit großem Abstand ist mit 56 Prozent die Piratenpartei, die unter anderem für eine Veränderung des Urheberrechts sich einsetzt, der Gewinner dieser Meinungsumfrage. - Das wird zwar noch dauern, aber da kommt einiges auf die etablierten Kräfte wohl zu. Wie auch das Beispiel der schwedischen Piraten zeigt, die immerhin 7 Prozent aller Stimmen in ihrem Land gewonnen haben.

Apropos Twitter. Viele, die diesen Dienst nutzen, vergessen viel zu oft, dass wirklich theoretisch jeder die verfassten Kurzbotschaften lesen kann. Twitter ist also kein privater, sondern ein öffentlicher Raum. Und das kann Folgen haben. Das Blog Karrierebibel hat bereits vor einiger Zeit Beispiele genannt, die Anlass für eine Entlassung liefern können. Drei Beispiele: Da schreibt also bei Twitter jemand: „Ich hasse meinen Job. Zutiefst.“ Noch konkreter ist folgende Botschaft: „Erster Tag im neuen Job. Verdiene kein Geld, hab keine Ahnung und der Chef glotzt mir lüstern auf den Arsch. Das kann ja heikel werden.“ Wollen wir mal nicht hoffen, dass das der vermeintlich lüsterne Chef liest. Und zu guter Letzt: „Langsam Zeit für einen schweinisch teuren Lunch auf Spesen, ich hab’ einen tollen Jahresabschluss zu feiern.“ Guten Appetit!
Noch drastischer sind übrigens die Beispiele einer vergleichbaren englischsprachigen Sammlung: Dort heißt es beispielsweise: „Just failed my drug test“ (Gerade meinen Drogentest nicht bestanden). Oder, das übersetzen wir mal nicht: „Sleeping with my boss’s little girl in his office.“ Ganz schön dreist!
Zum Schluss heute mal zwei Link-Tipps: Die Sammlung Fotos von Menschen
direkt nach dem Aufwachen und das Video Kesslers Knigge: "10 Dinge, die Sie nicht tun
sollten, wenn Sie auf der Herrentoilette sind"

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