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Netzgeflüster Ein Trick gegen Hotline-Sprachcomputer
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Ein Trick gegen Hotline-Sprachcomputer
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14:47 15.02.2009
Von Ernst Corinth
Quelle: Screenshot
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Fast jeder hat sich wohl schon einmal über sie geärgert: Sprachcomputer von Telefon-Hotlines, die einen bisweilen mit ihren Fragen in die Verzweiflung treiben können. Doch jetzt soll es einen Trick geben, mit dem man sie geschickt umgehen kann. Gefunden habe ich ihn bei N24.de. Und von nun an werde auch ich der Hotline etwas vorsingen. Das soll helfen, vorausgesetzt man singt unverständliches Zeug. Die meisten Sprachcomputer sind nämlich so eingestellt, dass sie dann nach zehn bis 20 Sekunden direkt zu einem Berater aus Fleisch und Blut durchstellen. Damit soll Menschen geholfen werden, die unter einer Sprachbehinderung leiden. Also beim nächsten Mal: La, la, lo, li, la... Auch wenn es komisch aussieht und sich genauso anhört.

Diese nervigen Sprachcomputer hat es vor 30 Jahren ja noch nicht gegeben. Und das Internet ebenfalls nicht. Und da war wohl eine Frage überfällig, auf die ich via Twitter-Tipp in der Frage- und Antwort-Community Lycos iQ gestoßen bin. Was, fragt dort ausgerechnet ein Nutzer mit dem kriegerischen Namen MasterofDisaster, haben Jugendliche vor 30 Jahren gemacht, als es noch kein Internet gab? Und Antworten gibt es reichlich.

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So meint ein „Blondes Luder“ kurz und prägnant: „Kinder“. Vinzenz gibt sich ein bisschen nostalgisch: „Damals war ich 29 und hatte meine erste Ehe begonnen, 
da war es eigentlich mit dem ,Machen’ vorbei.
 Doch meine Heidi und ich gingen beide gerne tanzen, haben gerne
 Musik gehört und uns mit Freunden getroffen.
 Es war eine schöne Zeit damals, auch so ganz ohne Internet oder 
Handy.“ Und sirjofri beklagt die heutige Sprachverhunzung im Internet: „Früher hat man noch einfach ,HALLO’ sagen können. heute heißt es einfach nur noch ,hi’. andere beispiele:


eventuell -> efftl

vielleicht -> vllt

tschüss -> cc

leck mich am a****** -> LmaA

sorry -> sry“

Und das Überraschende an der kleinen Umfrage ist, dass die Mehrzahl der Leute die gute alte Zeit richtig verklärt, sich nach Mensch-ärgere-Dich-nicht zurücksehnt und im Nachhinein sogar alte Kassettenrekorder plötzlich wieder gut findet. Was viele offenbar nicht mehr wissen: Auch Computer kann man ausschalten.

Zum Schluss ein paar nachdenkliche Tipps:
Aufstand der Handys – Video
„men who look like old lesbians“ – Fotosammlung
Neuer Sport: Betthüpfen
Und eine US-Initiative, die gegen nackte Eichhörnchen kämpft

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