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Netzgeflüster Eine Ministerin schlägt zu - bloß warum?
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Eine Ministerin schlägt zu - bloß warum?
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12:54 08.11.2009
Von Ernst Corinth
Quelle: Screenshot
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Die Rede ist von unserer Familienministerin Ursula von der Leyen, die angeblich persönlich angeregt haben soll, das neuste Album der deutschen Band Rammstein auf den Index für jugendgefährdende Medien zu setzen. Die CD darf also nicht mehr an Menschen unter 18 Jahren verkauft werden, gleichwohl können die so vor schmutzig-gefährlichen Sextexten und -bildern Beschützten das Rammstein-Album völlig ungeschützt an zig Stellen im Netz herunterladen. Illegal, natürlich. Und dennoch nicht vom Staat gesperrt. (Unser Bildbeispiel ist übrigens von der schwedischen PirateBay).

Die ganze Geschichte werde ich nicht weiter bewerten, das ist mir - Pardon! - einfach zu vorgestern. Erinnert also an eine langweilige Zeit, als man häufig von Amts, Staats oder Kirchen wegen auf angebliche Schmutzspatzen mit Kanonen geschossen hat. Gleichwohl sollte auch eine Ministerin wissen, dass solch eine Zensurmaßnahme nur zusätzliche Aufmerksamkeit auf das von ihr inkriminierte Produkt erzeugt. Ach, es reicht ... ! Wen ein solcher ministerieller Rückfall in die verklemmten fünfziger und frühen sechziger Jahre dennoch interessiert, mehr Infos gibt es beispielsweise hier.

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Apropos Jugendschutz! Dazu passt die Frage, fördern solche Tattoos tatsächlich das Sexleben junger Menschen? Oder geht der Schuss nicht eher nach hinten los? Und noch ein anzügliches Foto: letzte Wahrheiten über den Film "Twilight".

Die SPD rüstet auf, wird modern, ja, irgendwie cool und sexy - wenn, ja, wenn das Foto, das das Schweizer Blog "Lupe" gefunden hat, nicht täuscht. Und nach einem kurzen Klick gibt es schon den sensationellen Fotobeweis.

Schönen Restsonntag noch!

Ernst Corinth 06.11.2009
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