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Netzgeflüster Ganz schlechte Verstecke
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Ganz schlechte Verstecke
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18:11 18.05.2011
Von Ernst Corinth
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Und bevor wir uns auf das neue Modethema, das Freizeitvergnügen Planking, stürzen einen kurzen Blick auf einen durchaus verwandten Spaß: Fotos, die sogenannte schlechte Verstecke zeigen. Beispiele dazu hat es schon vor Jahren regelmäßig im „Titanic“-Magazin (titanic-magazin.de) gegeben. Leider sind sie dort online nicht mehr auffindbar. Dafür aber die Seite schlechte-verstecke.de, die der Braunschweiger Foto-Designer Nils-Hendrik Mueller ins Netz gestellt hat mit ähnlich amüsanten Bildern.

Dazu schreibt Mueller unter anderem ironisch in gepflegter Kleinschreibung: „es gibt nach dem fußball noch eine zweite sache, die die kulturen zwischen japan, italien, frankreich, oman oder selbst den usa verbinden. die gesichter, wenn ich ein schlechtes versteck gefunden habe und anfange es zu fotografieren.“ Genauso ist es, und daher viel Spaß mit diesen komisch schlechten Verstecken.

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Was das alles mit Planking zu tun hat, weiß ich selbst nicht so genau.

Vielleicht, dass beim Planking Leute scheinbar unmotiviert (und natürlich bewusst schlecht versteckt) wie ein Brett in der Gegend herumliegen, an den unmöglichsten Plätzen und Orten, mit dem Gesicht nach unten, und sie sich dann in dieser absurd-abstrusen Situation fotografieren lassen. Das wird anschließend im Netz oder, wenn es ein Film ist, bei YouTube wie eine Trophäe veröffentlicht: Beispiele findet man natürlich auch bei Facebook und ein nettes Video gibt es hier.

Abstruse Situation: Eine Frau liegt auf dem Kühlschrank. Screenshot: Youtube

In die Schlagzeilen geraten ist Planking bei uns wegen eines traurigen Zwischenfalls in Australien, dem – vermute ich mal – Mutterland dieses lustigen, leider auch gefährlichen Spaßes. Dabei hat sich ein junger Mann zum Planking auf das Balkongeländer im siebten Stock eines Hochhauses gelegt und ist dann tödlich abgestürzt. Amüsanter dagegen ist ein Vorfall in den USA, bei dem sich ein Planker auf einem Polizeiauto fotografieren ließ. Und danach angeklagt wurde nicht wegen groben Unfugs, sondern weil er sich ohne sinnvollen Grund auf Polizeieigentum aufgehalten habe. Was ganz nebenbei mal wieder den schrägen Humor der uniformierten Sicherheitskräfte beweist.

Mehr dazu gibt bei dnews.de und auf Englisch im Sydney Morning Herald. Und als kleine Zugabe für alle, die uns in unserem guten Netzgeflüster-Versteck gefunden haben, haben wir noch ein fliegendes Faultier.

Ernst Corinth 11.05.2011
Ernst Corinth 05.05.2011
27.04.2011