Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Netzgeflüster Her mit den Nacktscannern!
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Her mit den Nacktscannern!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:20 10.01.2009
Anzeige

Heute beginnt unser Tag gleich mit zwei guten Nachrichten. Auch Spammer gönnen sich offenbar einen freien Sonntag. Während am gestrigen Sonnabend noch ständig E-Mails bei mir eintrudelten mit Betreffzeilen wie „Amtsgericht“, „Rechnung erfolgt“, „Abbuchung Vattenfall“ oder „Ratenzahlung“, herrscht seit heute Morgen zum Glück Funkstille. Wie zu lesen gewesen ist, sollen diese Spam-Mails aus China und Russland stammen. Und über den in einem Anhang versteckten Trojaner berichtete bereits Freitag Heise.de. Erstaunlich nur, dass dieser uralte Trick offenbar immer noch funktioniert.

Die zweite gute Nachricht verdanken wir den Steinlaus-Forschern, über die wir kürzlich ausführlich berichtet haben. Wie man auf ihrer Netzseite lesen kann, soll das umstrittene Nacktscannen an Flughäfen menschlichen Steinlaus-Befall ans Licht bringen. „Somit,“ heißt es dort, „hat die viel kritisierte Sicherheitsmaßnahme zumindest einen positiven Effekt: Wer unwissend Steinläuse beherbergt, wird es spätestens bei der nächsten Flugreise erfahren.“ Und einzelne Krankenkassen sollen bereits über eine Gebühr von 20 Euro pro Scan nachdenken. „Immerhin erspart sich der Patient, pardon, der Fluggast bei der Durchleuchtung den Arztbesuch,“ sagt Karl-Heinz Knauser von der LFK, der Lausigen Freiwilligenkasse. Das klingt doch sehr überzeugend. Also her mit den Nacktscannern!

Und nun noch etwas Kultur: Jeder kennt sie: die bunten Werbeprospekte der großen Lebensmittelketten. Und unter den darin angepriesenen Sonderangeboten ist oft Hackfleisch. Aber Hackfleisch ist nicht gleich Hackfleisch, denn auch bei diesem Produkt kommt es auf die Form und die Verpackung an. Genau damit beschäftigt sich seit einiger Zeit das Blog "Das NUF". Sechs Hackfleischbesprechungen sind dort bereits erschienen. Zuletzt ging es um das Produkt „Kaufland, 500 Gramm Hackfleisch fettreduziert“. Nachdem zuerst in analytischen Worten die Verpackung beschrieben und kritisiert wird, heißt es danach: „Zum Braten wurde das Muskelfleisch durch den Fleischwolf gejagt.
 Fettreduziert ist es, der Seele beraubt. Der Quader vermittelt nach außen eine geschlossene Form. Doch in sich ist er wirr und formlos.“

Wer nun wissen möchte, warum ausgerechnet dieses Hack unsere zerrüttete Jugend widerspiegelt, der erfährt es hier. Und hinter dem Nuf verbirgt sich übrigens eine Frau, die Ohrringe liebt und täglich mindestens vier Tassen Milchkaffee trinkt. Ob sie Hackfleisch mag, ist leider nicht bekannt.

Zum Schluss ein paar nachdenkliche Links:
„Die Hölle liegt direkt irgendwo bei Ikea“ – Video
UFO Nummer 1
UFO Nummer 2
Und Cracked.com – „America's Only Humor & Video Site, Since 1958"

von Ernst Corinth

10.01.2009
Netzgeflüster US-Präsidentschaftswahl - Und der Sieger heißt McCain
10.01.2009
Netzgeflüster Sensationelles Forschungsergebnis - Internet-Pornos machen depressiv
10.01.2009