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Netzgeflüster Internet-Pornos machen depressiv
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Internet-Pornos machen depressiv
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17:25 10.01.2009
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Liebe Leser, sind Sie in der letzten Zeit auch oft lustlos, ja, antriebsschwach und würden sich am liebsten verkriechen? Wenn ja, dann wissen wir jetzt endlich, warum das so ist. Schuld ist nämlich nicht die dunkle Jahreszeit, das meist trübe Wetter oder die weltweite Finanzkrise. Schuld sind allein Ihre Internet-Gewohnheiten, die Sie dringend mal überprüfen sollten.

Wie ich kürzlich gelesen habe, machen Internet-Pornos nämlich depressiv. Das haben Forscher der Universität Melbourne herausgefunden. „Die Sex-Professoren,“ heißt es bei express.de, „untersuchten 1300 Studienteilnehmer. Über 27 Prozent waren nach der Studie moderat bis schwer despressiv - also fast ein Drittel! Auch Angstzustände (30 Prozent) und Stress (35 prozent) können durch den Cybersex ausgelöst werden.“ (Zwei Tippfehler in zwei Sätzen ist auch ‘ne tolle Leistung.) Die Sex-Seiten-User, heißt es dann weiter, verbringen übrigens durchschnittlich 12 Stunden pro Woche auf entsprechenden Seiten. Und danach ist die Stimmung endgültig im Eimer.

Also, Hände weg vom Schmuddelkram im Netz. Und das ist auch der Grund, warum ich mich in dieser Kolumne nie mit Sexthemen beschäftige, obwohl die natürlich für jede Menge Klicks sorgen würden. Als kleine Entspannung daher zwischendurch ein Link auf eine äußerst erotische und vor allem originelle Werbung, die man auf dieser Seite findet. Und bei der man unbedingt mal seinen eigenen Namen in das entsprechend Feld eintragen sollte. Die E-Mail-Adresse kann man ruhig weglassen.

Und noch etwas zum Aufheitern. Bild.de hat kürzlich zehn neue „Lacher-Kracher“ von dem deutschen Pointenpapst Mario Barth veröffentlicht. Und die sind so – nun ja – lustig, dass ich zwei hier mal wiedergeben möchte. Megabrüller Nr.1: „Wenn Frauen sagen: ,Ich bin fertig, wir können gehen’, dauert es mindestens noch 30 Minuten. Während sich der Mann in dieser Zeit mit Daunenjacke, Mütze und Schal im Flur acht Kilo abschwitzt.“ (Gähn!) Und beim Kracher-Lacher Nr. 2 gibt es dann endgültig kein Halten mehr: „Ich habe mich gefragt, warum Frauen das Fenster öffnen, wenn ihnen heiß ist. Einfacher: Macht endlich die Heizung aus.“ (Gähnnn!) Ja, der Barth kennt sich bei den Frauen eben aus. Und mit solchen Scherzbomben füllt man ganze Stadien. Unglaublich, aber wahr.

Genug gegähnt. Zum Schluss der Hinweis auf eine geniale Geschäftsidee aus der Schweiz. Auf der Seite needaproblem.com kann man sich nämlich Probleme kaufen. Weil, heißt es dort, ein ausgefülltes, sorgenfreies Leben eben stinklangweilig sei. Und die ersten Kunden dieses Sorgendienstes sind tatsächlich begeistert – beispielsweise Cory Haney: „Eine geniale Idee! Während die ganze Welt Lösungen anbietet, erhalte ich hier Probleme und Action pur!“ Da kann man dann nur noch viel Spaß mit Problemen wünschen.

Nun noch ein paar Link-Kracher:
Witzige Adwords-Anzeigen
Unvorteilhaft platzierte Werbung
Today is the Day
Und ein unglaublicher Zaubertrick

von Ernst Corinth

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