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Netzgeflüster Knuspriges Notebook
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Knuspriges Notebook
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17:14 10.01.2009
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Für Computerbesitzer ist das der Super-GAU: der plötzliche Verlust aller gespeicherten Daten beispielsweise wegen eines Defektes. Aber im Fall der Fälle helfen Firmen, die sich mit Datenrettung auskennen. Und zu denen zählt Kroll Ontrack, ein Unternehmen, das weltweit operiert und nun bereits zum fünften Mal seine jährliche Top-10-Liste kurioser Datenverluste veröffentlicht hat.

Unter den aufgelisteten Fällen sind eine Weltumsegelung, bei der das Boot samt Notebook kentert, ein Notebook, das ein Einbrecher in einem Fluss entsorgt hat. Babyzähne, die eine aus einer Kamera stammende SD-Karte bearbeitet haben. Und natürlich darf auch ein Staubsauger nicht fehlen, der beim wöchentlichen Hausputz einen 1-GB-Speicher-Stick nicht besser behandelt hat als Essenskrümel. Doch der kurioseste Fall beweist hoffentlich nachhaltig, dass Daten selbst in einem Backofen nicht sicher sind.

Dazu heißt es in der Presseerklärung der Firma: „Ein Mann griff vor einer Reise zu einer unkonventionellen Datensicherung und versteckte sein Notebook im Backofen. Seine Frau schob das Brathähnchen hinterher, ohne mit einem Notebook als Beilage zu rechnen. Das Geflügel wurde knusprig, das Notebook auch. Die Daten blieben aber frisch und konnten wieder ausgelesen werden.“

Da fragt man sich natürlich sofort, warum jemand sein Notebook vor seiner Frau verstecken muss. Und dann auch noch ausgerechnet an dem wohl unmöglichsten Ort, den es dafür in einer Wohnung gibt. Aber auch diesem geheimniskrämerischen Mann wurde ja geholfen. Was für Daten er versteckt hat, wird allerdings nicht verraten. Schade!

Zum Schluss noch der Hinweis auf ein interessantes Projekt: auf Dialektkarte.de. Dort kann jeder mitmachen, gesprochene Sätze in seinem Dialekt beispielhaft hochladen. Und andere können die dann wiederum mit einem Klick auf eine Deutschlandkarte abhören. 1212 Sprecher haben sich bisher beteiligt. Wer nun auf das sächsische Schipkau klickt, der hört dann: „Die Füße tun mir weh, ich gloob, ich hab sie durchgeloofen.“ Und aus dem oberpfälzischen Iber erfährt man: „Mir san meyd und hom Durscht.“ Und dem schließ ich mich gerne an.

Und jetzt noch ein paar sichere Links:
Völlig misslungenes Telemarketing
So fängt man Nashörner ein – Video
Spaß mit der versteckten Kamera
Und Teenies am Rande des Nervenzusammenbruchs

Von Ernst Corinth


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